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Krankenhaus gedenkt Namenspatronin

Pflegedirektorin Susanne Kuczkowski (links) übergibt im Namen des Direktoriums eine kleine Aufmerksamkeit an die Belegschaft.

„Den Tag der Heiligen Elisabeth nehmen wir jedes Jahr zum Anlass, im Haus unserer Namenspatronin zu gedenken und ein wenig zu feiern“, erläutert Geschäftsführer Olaf Henrich. „Unter anderem haben wir bis im letzten Jahr eine große Messe gefeiert und sind mit den Mitarbeitern in der Cafeteria zusammen gekommen, um gemeinsam zu frühstücken.“ Im Gespräch erläutert Henrich weiter, dass das Direktorium üblicherweise jeden Patienten persönlich besuche, eine kleine Aufmerksamkeit überreiche und über die Geschichte des Hauses und das Wohlbefinden des Patienten ins Gespräch käme. Für die Patienten sei das eine schöne Abwechslung im Klinikalltag.

In diesem Jahrwar all dies coronabedingt nicht möglich. Der Gottesdienst konnte nicht in gewohnter Form stattfinden, ein Zusammenkommen war nicht möglich und ein Rundgang durch’s gesamte Haus auch nicht angeraten.

Um trotzdem der Heiligen Elisabeth zu gedenken, haben alle Patienten des Hauses einen Gruß des Direktoriums, eine Postkarte mit der Geschichte der Namenspatronin und einen Kühlschrankmagnet mit den ihr zugesprochenen Worten „Lasst uns die Menschen froh machen“ erhalten. Die Mitarbeitenden wurden in den Frühstückspausen mit einem Coffee-to-go-Becher überrascht.

„Fürs nächste Jahr hoffen wir aber, dass wir wieder in gewohnter Weise miteinander den Tag unsere Namenspatronin feiern können“, meint Henrich abschließend.

 

Die Heilige Elisabeth und das Rosenwunder
Die 1207 geborene Tochter des ungarischen Königs Andreas II. wurde bereits als Kleinkind mit dem späteren Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verlobt. Als Vierzehnjährige heiratete sie ihn und brachte in den folgenden Jahren drei Kinder zur Welt.

Die Großzügigkeit Elisabeths sowie ihr Einsatz für arme und kranke Menschen wurden von der Familie Ludwigs nicht gern gesehen. Als sie wieder einmal mit einem mit Brot gefüllten Deckelkorb die Burg verließ, hielt ihr Mann sie auf Druck seiner Familie auf, um zu sehen, was sie bei sich hatte. Elisabeth öffnete den Korb und darin waren Rosen statt Brot zu finden. Dies ist als Rosenwunder in die Geschichte eingegangen.

Sechs Jahre nach der Hochzeit starb Ludwig IV. Der neue Landgraf, Ludwigs Bruder, forderte umgehend, dass sie sich nun endlich den höfischen Gepflogenheiten anpassen oder ohne ihr Erbteil die Wartburg verlassen müsse. Elisabeth zog daraufhin nach Marburg und gründete dort mit einer kleinen Abfindung ein Hospital, indem sie vor allem Patienten betreute, die aufgrund von Armut oder der Art der Krankheit in anderen Krankenhäusern nicht behandelt wurden.

Am 17. November 1231 starb sie mit nur 24 Jahren und wurde bereits vier Jahre später heiliggesprochen.