„Gewalt gegen Pflegende – Gewalt durch Pflegende“
Vinzenz Pallotti University Vallendar (bei Koblenz)

ZIELGRUPPE
Mitarbeitende in Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen, Eingliederungshilfe und Kliniken
INHALTE
Gewalt in der Pflege ist nach wie vor ein Tabuthema. Dabei können so-wohl Pflegende als auch Pflegebedürftige Gewalt erfahren oder gewalttätig handeln. Der Ausdruck von Gewalt ist vielfältig. Neben der körperlichen Gewalt gibt es psychische und verbale Gewalt, aber auch Vernachlässigung ist eine Form von Gewaltanwendung in der Pflege. Die Vielfältigkeit ist ein Grund, warum Gewalt nicht immer als solche wahrgenommen wird. Betroffene und Täter*innen sind selten klar und deutlich voneinander zu trennen.
Gewalt in der Pflege stellt die Einrichtungen vor besondere Herausforderungen. Die Aufklärung und das Wissen über Gewalt sind erste Schritte zur Prävention. Um Bedingungen für eine gewaltfreie Pflege zu schaffen und Einrichtungen zu sicheren Orten zu machen, müssen Mitarbeitende achtsam für die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt sein. Der Umgang mit Erwartungen und Differenzerfahrungen von Zu- und Angehörigen spielt dabei eine herausragende Rolle. Es gilt, ihre Handlungskompetenz in vielerlei Hinsicht zu stärken: im Umgang mit eigenen Grenzverletzungen bei Gewalt zwischen Be-wohner*innen und gegenüber Mitarbeitenden sowie bei Übergriffen von Pflegenden gegenüber pflegebedürftigen Menschen.
ZIELE
- Kennenlernen der verschiedenen Formen von Gewalt
- Gewalt als ein mehrdimensionales und interdependentes Phänomen verstehen
- Sensibilisierung für Gewalt und Auseinandersetzung mit Gewaltsituationen im Pflegealltag
- Gewalt und Demenz
- Erarbeiten von Handlungsstrategien, präventiven Maßnahmen und Techniken der Deeskalation
REFERENTINNEN
Prof. Dr. Heike Spaderna
Professorin für Gesundheitspsychologie an der Universität Trier mit den Schwerpunkten Prävention und Rehabilitation
Andrea Tokarski
Leitung Qualitätsmanagement der Marienhaus Senioreneinrichtungen GmbH, Vorsitzende des Ethik-Komitees für die Altenhilfeeinrichtungen der Marienhaus Gruppe
VERANSTALTER
Marienhaus-Gruppe / cusanus trägergesellschaft trier mbH (ctt)
KOSTEN
170,- € Kursgebühr
ANMELDUNG
E-Mail: georg.beule@marienhaus.de
WEITERE INFORMATIONEN
Fortbildungsprogramm Angewandte Ethik 2026 / Seite 20 in Downloadbereich
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