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Krankenhaus Reinbek erhält begehrte Zertifikate für die Krebsbehandlung von Harnblase, Prostata und Niere
- |20. März 2026
- |Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift
Deutsche Krebsgesellschaft zeichnet St. Adolf-Stift als uroonkologisches Zentrum aus: Es ist neben der Uniklinik in Kiel das einzige Krankenhaus in Schleswig-Holstein mit so großer urologischer Expertise
Wer an Blasenkrebs, Nierenkrebs oder Prostatakrebs erkrankt fragt sich: Wo bin ich in den besten Händen? Diese Frage beschäftigt Betroffene und ihre Familien oft genauso wie die Diagnose selbst. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat das St. Adolf-Stift offiziell als uroonkologisches Zentrum zertifiziert und bestätigt damit die große Expertise für diese drei urologischen Tumorerkrankungen. Für Blasenkrebs, Nierenkrebs und Prostatakrebs bedeutet das: Patienten aus Norddeutschland müssen nicht in die Unikliniken in Hamburg, Lübeck oder sogar Kiel fahren, um Zugang zu zertifizierter Spitzenmedizin zu erhalten. Eine leitliniengerechte Struktur und Therapie gibt es jetzt nachweislich direkt vor Ort – in vertrauter Umgebung, gut erreichbar und auf höchstem Niveau geprüft. Das Krankenhaus Reinbek ist neben der 100 km entfernten Universitätsklinik Kiel das einzige Krankenhaus in Schleswig-Holstein, das für alle 3 urologischen Tumorerkrankungen von der DKG zertifiziert ist.
Was bedeutet diese Auszeichnung für Patienten?
Das St. Adolf-Stift ist bereits von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum mit Schwerpunkten wie Brust- und gynäkologische Krebserkrankungen sowie für Darmkrebs zertifiziert. Dabei gelten die Zertifizierungen der DKG als der Qualitätsmaßstab für die Krebsversorgung in Deutschland. Ihre Zertifikate werden nicht einfach vergeben. Externe, unabhängige Fachleute haben das Krankenhaus Reinbek eingehend geprüft: Wie erfahren sind die Ärztinnen und Ärzte? Arbeiten alle Spezialisten – von der Urologie über die Strahlentherapie bis zur Psychoonkologie – wirklich als Team zusammen? Werden Patienten individuell beraten, und wird ihre Behandlung regelmäßig in einer Tumorkonferenz besprochen? Nur wer strenge Qualitätsstandards in allen diesen Bereichen erfüllt, erhält eine Zertifizierung.
Robotergestützte Präzision bei Operationen erhalten die Funktion
„Für unsere Patienten sind diese vier urologischen Zertifikate ein klares Signal: Sie werden im St. Adolf-Stift von einem eingespielten Spezialistenteam behandelt, das regelmäßig von außen kontrolliert wird. Das gibt Sicherheit – in einer Zeit, in der Krebspatienten diese am meisten brauchen“, sagt Chefarzt Dr. David Marghawal, der die Urologie gemeinsam mit Dr. Claus Brunken leitet. Beim Prostatakrebs, aber auch bei Nieren-Eingriffen und Zystektomien bei Blasenkrebs setzt das Team auf modernste Technik: Viele Operationen werden mit dem da Vinci-Roboter durchgeführt, einem der präzisesten Operationssysteme der Welt. Dr. Marghawal: „Der Roboter ermöglicht minimalinvasive Eingriffe mit kleinsten Schnitten – das bedeutet für Patienten weniger Schmerzen, kürzere Krankenhausaufenthalte, eine bessere Funktionalität nach dem Eingriff und eine schnellere Rückkehr in den Alltag.“
Eine junge Abteilung mit bemerkenswerter Bilanz
Was diesen Erfolg besonders bemerkenswert macht: Die Reinbeker Abteilung für Urologie wurde erst 2019 gegründet – und hat sich seitdem mit einer Geschwindigkeit entwickelt, die ihresgleichen sucht. Innerhalb weniger Jahre hat das Team so viele Patienten behandelt und so viel Spezialisierung aufgebaut, dass bereits drei einzelne Zertifizierungen bei der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich beantragt werden konnten: als Harnblasenkrebs-Zentrum, als Nierenkrebs-Zentrum und als Prostatakarzinom-Zentrum. Geschäftsführer Fabian Linke sagt: „Zwei Beispiele verdeutlichen, wie stark die Nachfrage ist: Bei der Behandlung von Harnblasenkrebs haben unsere Urologen bereits 2024 die 2,5-fache Patientenzahl nachweisen können, die für eine Zertifizierung gefordert wird, bei Nierenkrebs sind es fast doppelt so viele Patienten. Das ist kein Zufall – es ist das Ergebnis von medizinischer Qualität, die sich unter Patienten und einweisenden Ärzten schnell herumgesprochen hat.“
Alles aus einer Hand: Von der Früherkennung über die Behandlung bis zur Nachsorge
Die Zentrumskoordinatorin des uroonkologischen Zentrums in Reinbek Dr. Katharina Mewes sagt: „Dieses Vertrauen verpflichtet uns – und treibt uns jeden Tag an. Wir begleiten Patienten und ihre Angehörigen von der Diagnose über die Behandlung bis zur Nachsorge – und zwar als zertifiziertes Team, das genau dafür ausgebildet und geprüft wurde. Patienten, die in einem Zentrum behandelt werden, haben deutlich bessere Lebensqualität und Lebenszeit, so zeigen es verschiedene Studien. Betroffene und Angehörige können sich direkt an unser Service-Center unter 040 / 7280 - 3800 bzw. die Abteilung für Urologie wenden, um einen Beratungstermin zu vereinbaren.“

