Innovative Minimalinvasive Herztherapie

v.l. Pflegerische HKL-Leiterin Doreen Zosel, Ltd. Oberarzt Dr. med. Thomas Peter, Chefarzt dr. Med. (Univ. Pristina) Fatbardh Haskuund Medtronic-Mitarbeiterin Jacky Mediavilla Asenjo freuen sich über High-Tech im Eichsfeld (Bildnachweis: Franziska Watterott | St. Martini)

Innovative Minimalinvasive Herztherapie


Krankenhaus St. Martini setzt erstmals auf kabellosen Schrittmacher 


Im Krankenhaus St. Martini wurde erstmals ein kabelloser Herzschrittmacher erfolgreich implantiert. Damit erweitert die Klinik ihr Behandlungsspektrum in der modernen Herzmedizin um ein innovatives, minimalinvasives Verfahren. Die Implantation wurde vom leitenden Kardiologie-Oberarzt Dr. Thomas Peter durchgeführt, der für dieses neue Verfahren eine entsprechende Zertifizierung erworben hat. Die spezielle Qualifikation ist Voraussetzung für den Einsatz dieser Technologie. Auch drei Mitarbeitende aus dem pflegerischen Team des HKL haben die intensiven und obligatorischen Schulungen für die Assistenz bei diesem Eingriff mit großem Einsatz und Engagement erfolgreich absolviert.

Bei dem Eingriff wird der neuartige Herzschrittmacher ohne klassische Elektroden direkt im Herzen platziert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen sind keine Kabelverbindungen zwischen Gerät und Herzmuskel erforderlich. Dies kann das Risiko für Komplikationen wie Infektionen oder technische Probleme an den Elektroden reduzieren.

„Der kabellose Herzschrittmacher ermöglicht uns eine schonendere Versorgung ausgewählter Patientinnen und Patienten“, erklärt Dr. Peter. „Insbesondere für ältere Menschen oder Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko kann dieses Verfahren eine sinnvolle Alternative darstellen.“

Begleitet wurde der Eingriff durch Jacky Mediavilla Asenjo, Vertreterin des Medizintechnikunternehmens Medtronic, das die innovative Technologie entwickelt hat. „Kabellose Herzschrittmacher sind das Ergebnis langjähriger technologischer Entwicklung und eröffnen neue Möglichkeiten in der Therapie von Herzrhythmusstörungen“, so Mediavilla Asenjo.

Das Ärzteteam zeigte sich mit dem Verlauf der ersten Implantation sehr zufrieden. Mit der Einführung dieser Technologie stärkt das Krankenhaus seine Rolle als moderner Versorger in der Region.

„Die erfolgreiche Premiere unterstreicht zudem die Bedeutung innovativer medizinischer Angebote auch im ländlichen Raum und trägt dazu bei, Patientinnen und Patienten wohnortnah eine hochwertige Behandlung zu ermöglichen“, betont Kardiologie-Chefarzt dr. Med. (Univ. Pristina) Fatbardh Hasku.