Erfahrener Herzspezialist verstärkt Krankenhaus Reinbek

Dr. Britta Goldmann, Chefärztin der Klinik für Kardiologie und Neuzugang Dr. Christian Keller im Reinbeker Herzkatheterlabor, seiner zukünftigen Wirkungsstätte. Der 45-Jährige sagt „Mein Ziel ist es, mich nahtlos in die hervorragenden Strukturen und das exzellente kardiologische Team von Dr. Goldmann zu integrieren, um gemeinsam das hohe Niveau der Patientenversorgung in unserer Region weiterwachsen zu lassen“.

Dr. Christian Dirk Keller wechselt vom Krankenhaus Geesthacht ans St. Adolf-Stift und ergänzt das Team der kardiologischen Akutversorgung – 15 Prozent mehr Notfälle in Reinbek

Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift baut seine herzmedizinische Kompetenz weiter aus: Der interventionell tätige Kardiologe Dr. Christian Dirk Keller verstärkt ab dem 15. April das kardiologische Team. Der 45-jährige Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie war zuletzt Chefarzt der Inneren Medizin und Kardiologie am Krankenhaus Geesthacht, wo er eine leistungsfähige Interventionskardiologie aufgebaut hat.

Der Wechsel fällt in eine Zeit, in der sich die Versorgungsstrukturen im südlichen Schleswig-Holstein und dem Hamburger Osten neu ordnen. Nachdem das Krankenhaus Geesthacht die Notfallversorgung beendet hat, übernimmt das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift eine noch größere Rolle für die Menschen im Raum Geesthacht, Schwarzenbek und den angrenzenden Gemeinden. Für die Patientinnen und Patienten aus dem Herzogtum Lauenburg entsteht ein verlässlicher Anlaufpunkt mit hochmoderner Medizintechnik und Diagnostik.

15 Prozent mehr Notfälle im Krankenhaus Reinbek

Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Seit die Geesthachter Notaufnahme am Freitag, 20. März 2026 geschlossen wurde, behandelte die Reinbeker Zentrale Notaufnahme am vergangenen Wochenende rund 15 Prozent mehr Notfälle als an den Wochenenden zuvor. Unter den zusätzlichen Patientinnen und Patienten aus Geesthacht und Umgebung war auch ein Herzinfarkt, der im Herzkatheterlabor von den Reinbeker Kardiologinnen erfolgreich versorgt werden konnte.

Geschäftsführer Fabian Linke sagt: „Auf diese Entwicklung sind wir seit langem vorbereitet – auch wenn die Schließung der Geesthachter Notaufnahme zehn Tage früher erfolgt ist als ursprünglich angekündigt. Das St. Adolf Stift ist bereits jetzt als zentraler Notfall- und Schwerpunktversoger in der Region positioniert. Durch den aktuellen Neubau und diverse interne Maßnahmen werden wir auch einem weiter steigenden Patientenaufkommen gerecht.“ 

Ein regional vernetzter kardiologischer Experte

„Mit Dr. Keller gewinnen wir einen in der Region hervorragend vernetzten und medizinisch ausgewiesenen Experten, der die Weiterentwicklung unserer kardiologischen Notfallversorgung maßgeblich mitgestalten wird“, ergänzt Linke. Bevor Dr. Keller nach Geesthacht wechselte, war er mehrere Jahre als Oberarzt an der Asklepios Klinik Hamburg-Altona tätig. Seine medizinische Ausbildung absolvierte er an der Universität zu Köln sowie am dortigen Herzzentrum, an dem er auch promovierte.

Dr. Keller ist nicht der einzige Mitarbeiter, der aus dem Krankenhaus Geesthacht nach Reinbek wechselt. In den kommenden Monaten folgen weitere Ärzte und auch Pflegekräfte. Aus Sicht der medizinischen Leitung stellt die personelle Verstärkung einen wichtigen Schritt dar. „Dr. Keller bringt langjährige Erfahrung in der kardiologischen Akutversorgung und einen hohen Qualitätsanspruch mit, der hervorragend zu unserem eigenen medizinischen Selbstverständnis passt“, erklärt Dr. Britta Goldmann, Chefärztin der Klinik für Kardiologie. Dr. Keller selbst sagt: „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen und freue mich darauf, Frau Dr. Goldmann und das exzellente kardiologische Team hier am St. Adolf-Stift mit meiner Erfahrung zu unterstützen. Mein Ziel ist es, mich nahtlos in die hervorragenden Strukturen der Abteilung zu integrieren, um gemeinsam das hohe Niveau der Patientenversorgung in unserer Region weiterwachsen zu lassen“. 

Christians Kellers besondere Schwerpunkte liegen in der Behandlung akuter Herzinfarkte sowie in der interventionellen Therapie komplexer Herzkranzgefäßerkrankungen. Darüber hinaus ist ihm die Aufklärung über Warnzeichen von Herzinfarkt und plötzlichem Herztod ein persönliches Anliegen. „Gerade bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute. Bei unklarem Brustschmerz sollten Betroffene nicht zögern, sondern sofort die 112 wählen. Die schnelle Erstversorgung durch den Rettungsdienst und der rasche Transport in ein Herzkatheterlabor – bevorzugt nun nach Reinbek – sind entscheidend für den guten Ausgang eines Herzinfarktes. Für die erfolgreiche Behandlung kommt es auf das reibungslose Zusammenspiel aller Disziplinen an.“ 

Im Neubau werden die kardiologischen Funktionsbereiche gebündelt

Parallel zur personellen Verstärkung investiert das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift in den Ausbau seiner Infrastruktur. Mit der Erweiterung der Zentralen Notaufnahme und der Integration der Kardiologie in den Neubau werden künftig sämtliche kardiologischen Funktionsbereiche gebündelt. Zwei neue Herzkatheter-Messplätze in direkter Nähe zur Zentralen Notaufnahme sowie den kardiologischen Funktionsbereichen garantieren eine rasche Versorgung und eine optimale Diagnostik und Therapie. „Die Kombination aus moderner Infrastruktur, strategischer Weiterentwicklung und hoher fachlicher Expertise stärkt die Herzmedizin in der gesamten Region nachhaltig“, sagt Prof. Dr. Tim Strate, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses.