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Bundesgesundheitsminister macht sich mit Krankenhausalltag vertraut

Um sich ein Bild von der Lage der Geburtshilfe sowie der Kinder- und Jugendmedizin zu machen, besuchte Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach heute das St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof. Dort tauschte er sich mit der Haus- und den Klinikleitungen über die besonderen Fragestellungen der medizinischen Versorgung junger Menschen aus: Im Kreißsaal, auf der Neugeborenen-Intensivstation – die gemeinsam das Perinatalzentrum Level 1 an der Schnittstelle zwischen Geburtshilfe und Pädiatrie bilden – sowie auf der Wochenbettstation kam der Bundesminister ins Gespräch mit Mitarbeitenden.

Zusätzliche Finanzmittel helfen, langfristig die Qualität zu wahren
Prof. Dr. Michael Abou-Dakn, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe: „Wir sind dankbar, dass die Politik die spezifischen Belange und Herausforderungen unserer medizinischen Fachbereiche in den Koalitionsvertrag aufgenommen hat und jetzt auch gesetzgeberisch berücksichtigen möchte. Sowohl in der Geburtshilfe als auch in der Kinder- und Jugendmedizin werden bisher nur ein Teil der Ausgaben über das DRG-System refinanziert. Die hohen Vorhaltekosten, insbesondere die Personalkosten, sind momentan nicht ausreichend abgebildet. Daraus resultieren Versorgungsnöte: Können erkrankte Kinder in einer Klinik nicht versorgt werden, weil es aufgrund von Personalmangel keinen freien Behandlungsplatz gibt, müssen sie weitergeschickt werden in ein anderes Krankenhaus, teilweise bis ins benachbarte Bundesland. Gerade für Früh- und Neugeborene oder schwer erkrankte Kinder kann das eine akute Gefahr bedeuten. Im Sinne der uns anvertrauten Schwangeren, Säuglinge und älteren Kinder sind wir froh, wenn nun mit Hilfe zusätzlicher finanzieller Mittel die tatsächlichen Kosten gedeckt werden und so die hohe Qualität der medizinischen Versorgung der jungen Generation gewahrt bleibt.“

Dr. Heiko Brandes, Oberarzt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin: „Es freut uns, dass Bundesgesundheitsminister Lauterbach sich im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zusätzlich zu den Erkenntnissen der Expertenkommission ein eigenes Bild der Lage macht. Unser Krankenhaus ist prädestiniert dafür zu zeigen, dass sich bindungsorientierte Medizin nicht im DRG-System abbilden lässt, weshalb es alternative Finanzierungsansätze braucht.“


Bindung und Familienorientierung werden im SJK großgeschrieben
Im St. Joseph Krankenhaus, dem geburtenstärksten Einzelkrankenhaus Deutschlands, wird großer Wert gelegt auf ein bindungs- und familienorientiertes Vorgehen, in der Geburtshilfe ebenso wie in der Neonatologie und Pädiatrie.
Das Perinatalzentrum Level 1 wurde dafür von Perizert ausgezeichnet mit dem Zusatz „family friendly“. Dieses Zertifikat bescheinigt nicht nur höchstes medizinisch- fachliches Niveau, sondern auch besondere Qualitätsstandards bei der Bindungsförderung: Es geht insbesondere um die Nichttrennung der jungen Familie und die frühe Unterstützung des Stillens oder der Muttermilchernährung Familienzimmer mit der Möglichkeit des Rooming-In sind daher auch auf der Intensivstation für Früh- und Neugeborene seit Jahren etabliert. So können selbst sehr kleine Frühchen bei ihren Eltern bleiben.


Verlässliche Gesundheitsversorgung für werdende Mütter und Kinder
Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach: „Schwangere müssen sich darauf verlassen können, gute Entbindungsstationen und Hebammen in ihrer Nähe zu haben. Und Kinder dürfen bei der Gesundheitsversorgung nicht durchs Raster fallen. Sie haben in der Pandemie am meisten gelitten. Deswegen stärken wir in einer Notoperation Geburtshilfe und Pädiatrie. Mittelfristig muss die gesamte Krankenhausversorgung nach dem Muster ausgerichtet werden, dass die Ökonomie eine geringere Rolle spielen soll. Die Grundversorgung soll flächendeckend finanziert, Spezialisierung an ausgewählten Standorten gefördert werden. Danke an das Team des St. Joseph Krankenhauses für den Einblick in seine Arbeit.“