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Baugenehmigung für Erweiterungsbau des St. Martini Krankenhauses

Bürgermeister überreicht Baugenehmigung an St. Martini Krankenhaus

Bereits Ende 2015 wurden erste Aktivitäten zur Planung des Erweiterungsbaus und der Umstrukturierung des Krankenhauses geplant. Nun wurde die Baugenehmigung durch den Duderstädter Bürgermeister überreicht. Bauen im Bestand benötigt intensive Planungszeit, die gut investiert ist, um später einen reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten.

Um sich dem heutigen Krankenhausstandard anzupassen, zur Bewältigung der steigenden Patientenzahlen und um einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Krankenhausbetrieb sicherzustellen, wurde für das St. Martini Krankenhaus ein Konzept zur Neustrukturierung entwickelt. Die sehr komplexen Aufgabenstellungen mussten immer wieder an neue Gegebenheiten angepasst werden. Hier spielten vor allem auch die Bettenerhöhungen eine große Rolle. Ausgegangen wurde in der Planung zunächst von einer Bettenkapazität von 126, dann erhielt das St. Martini im Jahr 2016 eine Bettenerhöhung auf 140 Betten und eine weitere Ende 2019 auf 155. Gute Nachrichten für das Krankenhaus, aber eine enorme Herausforderung für die Planer, das Erweiterungskonzept immer wieder anzupassen.

„Wir freuen uns sehr über die Baugenehmigung und möchten uns herzlich bedanken für die stets kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bauamt. Die Mitarbeiter dort haben uns immer gut beraten und unterstützt“, so Markus Kohlstedde, Geschäftsführer des St. Martini Krankenhauses.

Jetzt kann es richtig losgehen
Um eine durchgehend optimale Patientenversorgung und einen durchgängigen Krankenhausbetrieb sicherzustellen, erfolgt die bauliche Umsetzung in zwei Bauabschnitten.

Erste Bauphase mit CO2-neutralem Energiekonzept
Die erste Bauphase beginnt im Spätsommer an den Energieversorgungszentralen. Das Krankenhaus wird in Zukunft weitgehend CO2-neutral versorgt. Die Wärmeversorgung wird durch regionales BioGas erfolgen und wird ergänzt durch ein Blockheizkraftwerk.

Neukonzeption Pflege , Notaufnahme und Funktionsabteilungen
Ziel ist die Neukonzeption der Pflege. Hier wird die Stationsanzahl reduziert und die verbleibenden Stationen vergrößert. In der zukünftigen Planung sind hauptsächlich 2-Bett-Zimmer vorgesehen. Die gesamte Wegeführung für Personal, Besucher und Patienten sowie Ver- und Entsorgung wurde neu konzipiert.
Das zweite Ziel ist es, die Notaufnahme, Funktionsdiagnostik, Endoskopie und Röntgendiagnostik auszubauen. Die interdisziplinäre Notfallaufnahme und Labor sowie der Notarztstandort Duderstadt werden gesichert. Neue zusammenhängende Flächen für die medizinischen Funktionsstellen und die Notaufnahme werden geschaffen und mit dem Bestand räumlich zusammengelegt. Die Funktionsstellen Radiologie, Endoskopie, Funktionsdiagnostik und Aufnahmeuntersuchung sollen aus dem Gebäudebestand zentralisiert, interdisziplinär organisiert und an die verlagerte Notaufnahme angebunden werden.
Außerdem wird es in der Zukunft eine zentrale Anmeldung für das gesamte Krankenhaus geben und somit ein zentraler, interdisziplinärer Funktions- und Aufnahmebereich geschaffen. Aufgrund der Zusammenlegung von verschiedenen Bauphasen wird von einer Gesamtbauzeit von sechs Jahren ausgegangen.

Bilduntertitel: Bürgermeister überreicht Baugenehmigung an St. Martini Krankenhaus
Von links: Martin Vollmer, Stadt Duderstadt, Bauaufsicht; Ulrich Merten, Abteilungsleiter Betriebstechnik St. Martini Krankenhaus; Markus Kohlstedde, Geschäftsführer St. Martini Krankenhaus; Thorsten Feike, Bürgermeister Duderstadt; Katrin Magerkurth Pflegedienstleitung St. Martini Krankenhaus; Schwester Cárola, Konventoberin.

Bildnachweis: Gaby Travers, St. Martini Krankenhaus