Abschied der Ordensschwestern aus dem St. Martini Krankenhaus und Altenpflegeheim

vl. Sr. M. Friederica, Sr. M. Isentrud, Sr. M Ildefonsa, Sr. M. Leokadia und Konventoberin Sr. M. Cárola Bildnachweis: Elisabeth Nolte-Böker | Vinzentinerinnen Hildesheim

Rückkehr ins Mutterhaus nach Hildesheim

Ende April ziehen die Duderstädter Ordensschwestern ins Mutterhaus der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Hildesheim um. Die Vinzentinerinnen rücken so im Hildesheimer Stammhaus näher zusammen, um den Herausforderungen des Alters und gesundheitlichen Einschränkungen gemeinsam besser begegnen zu können. Die Generaloberin Schwester M. Teresa Slaby dankt den Schwestern sehr für die jahrelange gute Zusammenarbeit mit dem Mutterhaus und den engagierten Einsatz für die Menschen im Eichsfeld.

Seit Februar 1866 – dem Jahr, in dem Preußen den Norddeutsche Bund gründete – haben Generationen von vinzentinischen Ordensfrauen für die Menschen unserer Heimatregion gewirkt. 160 Jahre lang im Dienst Gottes für die Menschen am St. Martini Krankenhaus, Altenpflegeheim und der Berufsfachschule für Pflege. „Die Ordensschwestern haben in dieser Zeit das Leben unzähliger Menschen in bester Weise berührt. Diesen Dienst leisteten auch die nun scheidenden Ordensschwestern in vorbildlicher und bewundernswerter Weise“, erklärt St-Martini-Geschäftsführer Markus Kohlstedde und ergänzt: „Die Ordensschwestern sind in dieser Zeit einfach immer dagewesen. Sie sind entscheidender Bestandteil von St. Martini, ein wichtiger Teil unserer Identität. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden von ihnen ausgebildet, sind von ihrem Beispiel in Haltung und Denken geprägt.“

Klar sei jetzt schon, dass nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an St. Martini mit Dank für die Lebensleistungen, die persönlichen Begegnungen und die Werke der Ordensfrauen schweren Herzens zurückbleiben, sondern auch viele Eichsfelderinnen und Eichsfelder. „Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit, erfüllt von großem Respekt und wünschen den Ordensschwestern für die Zukunft in Hildesheim alles Gute und vor allem Gottes Segen“, so Markus Kohlstedde.

Mit der Gründung des Elisabeth Vinzenz Verbundes und seinen tragenden Stiftungen haben die Vinzentinerinnen – gemeinsam mit den Schwestern von der heiligen Elisabeth in Reinbek bei Hamburg – in den vergangenen zehn Jahren die Weichen dafür gestellt, ihre Werke und Einrichtungen in die Zukunft zu führen. „Künftig liegt es an uns, den christlichen Leitgedanken der Ordensgemeinschaft, ihre vinzentinischen Werte und Überzeugungen in unserer eigenen Weise weiterzutragen. Dies ist uns Verpflichtung und Ansporn zugleich“, betont der Ärztliche Direktor Dr. med. Udo Iseke. St. Martini solle tolerant und weltoffen bleiben und mit mehr als 500 Mitarbeitenden unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Glaubens immer als katholische Einrichtung auf der Basis fester christlicher Werte erkennbar und erlebbar sein.

Zu den Ordensschwestern:
Das große Engagement der Ordensschwestern, ihre Bescheidenheit, ihre Bodenständigkeit und Spiritualität sind Richtschnur für alle, die den vinzentinischen Geist an St. Martini mitgestalten und weiterleben wollen. Trotz Ruhestandes sind die Ordensfrauen immer ansprechbar und immer präsent.

Sr. M. Cárola hat 1975 die Krankenpflegeschule aufgebaut und anschließend bis 1995 geleitet. Nach einer Dekade in Braunschweig in Krankenhausleitung und Qualitätsmanagement kehrte die Eichsfelderin 2005 wieder nach Duderstadt zurück und übernahm Leitungsaufgaben als Krankenhausoberin im Krankenhaus, im Altenpflegeheim und in Qualitäts- und Risikomanagement. Als Konventoberin trug sie Verantwortung für die Duderstädter Ordensschwestern, ebenso in verschiedenen Arbeitsgruppen und als Ideengeberin, Initiatorin und Sprecherin der Förderinitiative.

Sr. M. Leokadia kümmerte sich seit Februar 2006 bis zu ihrem Ruhestand um das Qualitäts- und Risikomanagement des Krankenhauses und des Altenpflegeheimes. Seit 2016 nimmt sie verschiedene Aufgaben im Konvent wahr.

Sr. M. Friederica blickt neben Sr. M. Cárola auf die längste Zeit in Duderstadt zurück und hat hier unter anderem im OP gearbeitet. Seit Juli 2010 betreut sie die Kapelle und die Sakristei.

Sr. M. Isentrud ist seit November 2012 in Duderstadt, sie unterstützt im hauswirtschaftlichen Bereich und bereitet ihren Mitschwestern gerne die eine oder andere Freude im Alltag, beispielsweise mit einem leckeren Kuchen.

Sr. M. Ildefonsa arbeitete seit Mai 2019 erst im Besuchsdienst des Krankenhauses und kümmert sich in den letzten Jahren mit um die älteren Ordensschwestern und hilft im hauswirtschaftlichen Bereich.