Reinbek I Krankenhaus St. Adolf-Stift

Seltene Passions- und Osterausstellung im Reinbeker Krankenhaus

Das Krankenhaus Reinbek zeigt bis zum 22. Mai eine internationale Ausstellung mit Szenen aus dem Leiden Christi vom Einzug in Jerusalem bis zur österlichen Auferstehung.

Vom 19. März bis 22. Mai 2016 ist im Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift eine internationale Passions- und Osterausstellung zu sehen. Es handelt sich dabei um Skulpturen, Kreuze und Ostereier, die auf verschiedenen Materialien wie Holz, Metall, Ton und Glas die kirchliche Zeit von Palmsonntag, dem Einzug Jesu in Jerusalem, bis Ostern zeigen. Dazu zählen Szenen vom Letzten Abendmahl mit seinen Jüngern, der Fußwaschung sowie von den Stationen des Kreuzweges bis hin zur Grablegung und Auferstehung Jesu.
Alle Exponate stammen aus der Privatsammlung von Hilke Ehlers aus Bordesholm bei Kiel. Sie wird bei der feierlichen Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 19. März 2016 in Reinbek anwesend sein.

Die 73-Jährige sammelt seit über 30 Jahren Weihnachtskrippen und Osterdarstellungen. Sie ist 1984 über den Besuch einer Krippenausstellung in Mölln zur Sammlung von Weihnachtskrippen gekommen. Gleichzeitig begann Ehlers damit, sich auf ihren Reisen durch Osteuropa und Russland für österliche Darstellungen zu interessieren und sie zu kaufen. Hilke Ehlers: „Ostern wird als höchstes Kirchenfest in diesen Ländern besonders intensiv gefeiert. Es ist dort Brauch, Ikoneneier oder Eier in traditioneller Volkskunst, deren symbolische Motive Glücks- und Segenswünsche ausdrücken, an Freunde und Verwandte zu verschenken.“

Hilke Ehlers stellte bereits einmal 2006 im St. Adolf-Stift ihre Weihnachtskrippen und 2007 ihre umfangreiche Passions- und Ostersammlung aus. Mittlerweile ist die Sammlung weiter gewachsen. Es werden rund 90 Passionsfiguren und 150 Eier in verschiedenen Größen zu sehen sein.

Darstellungen des Leidens und der Auferstehung Christi sind wesentlich seltener als weihnachtliche Szenarien in Krippenform. „Das hat mehrere Gründe“, erläutert Ausstellungsinitiator und Krankenhaus-Chef Lothar Obst. „Zum einen identifizieren sich die Menschen lieber mit der fröhlichen Weihnachtsbotschaft, die leichter und allein vom Motiv des Jesuskindes harmonischer ist. Dann spielen sich die dargestellten Szenen innerhalb des Kirchenjahrs in nur einer Woche ab, vom letzten Sonntag vor Ostern bis zum Ostermontag. Die Weihnachtkrippen behandeln oft schon die gesamte Advent- und Weihnachtszeit von der Verkündigung der Schwangerschaft durch den Engel, die Herbergssuche des Heiligen Paares bis hin zur Anbetung des Kindes durch die Hirten oder die Drei Könige am 6. Januar.“

Warum sammelt Hilke Ehlers Passionsdarstellungen? „Für mich sind es Bilder des Trostes. Denn das Leiden Jesu und die österliche Botschaft gehören zusammen“, sagt die gläubige Protestantin. „Und genauso wie andere Menschen im Dezember ihre Wohnung weihnachtlich schmücken, so stelle ich die Szenen von Palmsonntag über Gründonnerstag, die Kreuzigung und die Auferstehung bei uns zuhause auf, um meine Familie und mich bewusst auf das Osterfest einzustimmen.“

Eines ihrer Lieblingsstücke, eine fast einen Meter hohe Holzskulptur eines betenden Christus, die sie 2006 bei einer Fahrt nach Lublin entdeckt hatte, steht das ganze Jahr über sichtbar in ihrem Haus. „Diese Darstellung kommt gleich in die erste Vitrine am Eingangsbereich des Krankenhauses“, hat sich die Bordesholmerin fest vorgenommen. Ein 70 Zentimeter großes, sogenanntes „Wendekreuz“ aus Bronze bedeutet Hilke Ehlers auch sehr viel. „Es ist von einer deutschen Künstlerin und zeigt auf der einen Seite den am Kreuz sterbenden Jesus und auf der Rückseite den auferstandenen Christus mit der Krone des Lebens. Ich werde es in der Nähe der Krankenhauskapelle platzieren.“

Bei der Ausstellung im St. Adolf-Stift wird es von Farben und Formen her sehr osteuropäisch und russisch zu gehen, aber auch einige südamerikanische Darstellungen werden zu sehen sein. Darunter ein so genanntes „Retablo“ in der Art eines Flügelaltars aus Peru. Hier sind in einem Holzkasten mit Flügeltüren die Festprozessionen der Peruaner zur Passions- und Osterzeit mit bemalten Figuren aus einer Gips-Ton-Masse dargestellt.

Die Eröffnung der Passions- und Osterausstellung findet am Samstag, dem 19. März 2016 um 15.30 Uhr in der Krankenhaus-Kapelle statt. Die Einführung in die Schau wird musikalisch von Streichern und Oboe begleitet, die Stücke von den Kirchenmusikern Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt spielen. Die Besucher sind anschließend zu einem Kaffeetrinken in die Krankenhaus-Cafeteria im Untergeschoss eingeladen.

Die Ausstellung läuft vom 19. März bis zum 22. Mai 2016 und ist täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr in der Eingangshalle des St. Adolf-Stiftes (Hamburger Straße 41, 21465 Reinbek) zu sehen. Der Eintritt ist frei; es wird um eine Spende für den Ambulanten Hospizdienst Reinbek gebeten.

Bildinformationen:
Ukrainisches Holz-Ei zum Öffnen mit 2 kleineren Eiern
Dieses Holz-Ei (links) aus der Ukraine kann geöffnet werden. In ihm verbergen sich zwei weitere bemalte Holz-Eier, auf denen Menschen in Volkstracht zu sehen sind. Das große Ei zeigt einen Priester, wie er zu Ostern seine Gemeinde mit Weihwasser segnet. (KH Reinberg / Schulz-Colberg)

Kontakt

Das KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT ist ein freigemeinnütziges Akut-Krankenhaus der Regelversorgung mit expandierender Entwicklung und überregionaler Bedeutung, gelegen am Sachsenwald direkt an der östlichen Stadtgrenze von Hamburg. Es verfügt über 320 Betten in den Fachrichtungen Innere Medizin mit kardiologischem und gastroenterologischem Schwerpunkt sowie einer Stroke unit, Allgemein-, Viszeral-, Thoraxchirurgie (inklusive Leberchirurgie und plastische Chirurgie), Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie / Orthopädie, Gynäkologie / Geburtshilfe sowie Belegbetten. Ferner hält es eine interdisziplinäre Intensivstation mit 15 Betten vor.
Jährlich werden im KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT über 17.500 Patienten stationär und 22.000 ambulant behandelt. Im modernen Zentral-OP werden pro Jahr rund 8.500 Operationen mit steigender Tendenz durchgeführt. Im St. Adolf-Stift arbeiten über 800 Menschen in den unterschiedlichen Bereichen. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und einer der größten Ausbildungsbetriebe in Reinbek.

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