PD Dr. Olaf Guckelberger folgt auf Prof. Dr. Reiner Kunz als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
PD Dr. Olaf Guckelberger folgt auf Prof. Dr. Reiner Kunz als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
01. November 2017
Berlin I St. Joseph Krankenhaus

Priv.-Doz. Dr. Olaf Guckelberger neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie

„Die älteren Patienten stärker in den Blick nehmen“

Priv.-Doz. Dr. Olaf Guckelberger ist seit heute neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie am St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof (SJK).

Er hat die Nachfolge von Prof. Dr. Reiner Kunz angetreten, der im August in den Ruhestand verabschiedet worden ist. Fachliche Schwerpunkte von Dr. Guckelberger sind die minimal-invasive Tumorchirurgie bei gut- und bösartigen Erkrankungen des Dick- und Enddarms sowie von Leber, Galle, Pankreas und Magen. Er wird daher auch die Leitung der auf Onkologie spezialisierten Einrichtungen Tempelhofer Darmzentrum und Pankreszentrum übernehmen.

Zu den Plänen von Dr. Guckelberger gehört es, zukünftig die Vor- und Nachbereitung von Operationen bei älteren Patienten stärker in den Blick zu nehmen. „Diese wachsende Patientengruppe ist oftmals aufgrund von Vorerkrankungen, Gebrechlichkeit, Anämie oder Mangelernährung schlecht auf chirurgische Eingriffe vorbereitet“, erläutert Dr. Guckelberger, „mit hochkalorischer Ernährung, Physiotherapie, Anämie- und Diabetestherapie lässt sich der Zustand dieser alten Menschen jedoch innerhalb weniger Wochen im Rahmen einer Prähabilitation meist verbessern. Das heißt: weniger Komplikationen im Krankenhaus, nachhaltigere und schnellere Rehabilitation danach.“

Mit seinem Dienstantritt am SJK kehrt Dr. Olaf Guckelberger in seine Heimatstadt Berlin zurück. Von 1993 bis 2013 - unterbrochen von einem zweijährigen Forschungsaufenthalt in Boston - war er am Campus Virchow-Klinikum der Charité in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Neuhaus tätig, zuletzt als leitender Oberarzt. Anschließend ging er als Leitender Arzt der Chirurgie an das Katholische Klinikum Essen. Dort hat er unter anderem das Pilotprojekt PRIMA mit aufgebaut. Das Akronym steht für Präoperatives Risiko-Assessment und Interventions-Management und beinhaltet eine dem körperlichen und seelischen Zustand alter Menschen angepasste Behandlung im Vorfeld von Operationen sowie die entsprechende Nachsorge für die Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.

Die Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie im SJK ist auf die operative Behandlung von Krankheiten des Verdauungstraktes spezialisiert. Auch die Therapie von Schilddrüsenerkrankungen und von chronischen Wunden, die plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie sowie die Hernienchirurgie gehören zum Leistungsspektrum. Im Bereich der Gefäßchirurgie will die Klinik zukünftig noch enger mit dem Deutschen Gefäßzentrum Berlin am Franziskus-Krankenhaus Berlin kooperieren, das mit dem SJK eine gemeinsame Geschäftsführung hat und ebenfalls in der Trägerschaft des Elisabeth Vinzenz Verbundes (EVV) geführt wird.

Kontakt

Mit 495 Betten und ca. 1.200 Mitarbeitern ist das St. Joseph Krankenhaus das größte katholische Krankenhaus in Berlin. Rund 65.000 Patienten werden hier jährlich ambulant und stationär behandelt. Zu den medizinischen Schwerpunkten gehören die Geburtshilfe, die Kinder- und Jugendmedizin, die Nephrologie, die Orthopädie und die Onkologie. Das 1928 eröffnete St. Joseph Krankenhaus ist eine Einrichtung des Elisabeth Vinzenz Verbundes.

www.sjk.de