Die Leiterinnen des Alterstraumatologischen Zentrum Dr. Elke Johnen und Dr. Rahel Eckardt-Felmberg
06. November 2017
Berlin I St. Joseph Krankenhaus

Neues Alterstraumatologisches Zentrum mit eigener behindertengerechter Station

Alte Menschen nach Stürzen und Unfällen besser versorgt

Unfälle und Stürze im Haushalt oder im Verkehr haben für ältere Menschen oft schlimmere Auswirkungen als für jüngere Menschen. Um diese Patientengruppe optimal in Berlin versorgen zu können, hat das St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof jetzt ein Alterstraumatologisches Zentrum mit einer eigenen interdisziplinären Station eingerichtet. Es ist heute offiziell im Rahmen einer internen Einsegnungsfeier in Betrieb genommen worden.

Ein neues Angebot für Patienten in Berlin

Bei alten Menschen sind Knochen und Gelenke nicht mehr so stabil, die Genesung dauert länger und oft gibt es nach einem Sturz oder Unfall wegen weiterer Erkrankungen - zum Beispiel Osteoporose - zusätzliche Komplikationen. Dann stehen die Patienten und ihre Angehörigen vor der schwierigen Frage, über einen zeitweisen oder dauerhaften Anschlussaufenthalt in einem Pflegeheim entscheiden zu müssen.

»Wir erleben auch in Berlin immer häufiger, dass alte Menschen nach einem Sturz oder Unfall ins Krankenhaus kommen, sich von den Folgen des Traumas oder einer Operation nicht wieder richtig erholen und dann aus ihrer Wohnung aus- und in ein Pflegeheim einziehen müssen. Das gilt es zu verhindern«, sagt Dr. Elke Johnen, Chefärztin der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Rahel Eckardt-Felmberg, Chefärztin der Klinik für Geriatrie, leitet sie das neue Zentrum.

Professionelle Behandlung nach Stürzen oder Unfällen

Das Besondere am Alterstraumatologischen Zentrum ist die vollkommen neu eingerichtete und behindertengerecht ausgestattete Station 15 mit 17 Betten. Sie ist mit barrierefreien Badezimmern, speziellen Sitzmöbeln und einem eigenen Designkonzept zur besseren Orientierung ausgestattet. Auch ein großer Übungsraum mit modernsten Trainingsgeräten steht zur Verfügung. Dr. Rahel Eckardt-Felmberg: »Der wesentliche Vorteil für die Patienten ist die kontinuierliche Betreuung aus einer Hand. Vom Aufnahme- bis zum Entlassungstag verbleiben die Patienten auf der gleichen Station und werden durch ein eingespieltes fächerübergreifendes Team aus Ärzten der Unfallchirurgie und Geriatrie, Pflegekräften, Sozialdienstmitarbeitern sowie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Psychologen behandelt. Alle kommen zum Patienten – nicht umgekehrt.«

Lebensqualität, Selbstständigkeit und Mobillität erhalten

Die Behandlung im Alterstraumatologischen Zentrum hat zum Ziel, dass den Patienten ihre Lebensqualität, Selbstständigkeit und Mobilität so weit es geht erhalten bleibt. Folgeerkrankungen und Pflegebedürftigkeit nach dem Krankenhausenthalt sollen vermieden werden, sodass sie so schnell wie möglich in ihr gewohntes Lebensumfeld zurückkehren können.

Einweihung mit Gottes Segen

Wie es im katholischen St. Joseph Krankenhaus bei Einweihungen oder Inbetriebnahmen üblich ist findet eine offizielle Einsegnung neuer Räumlichkeiten oder Anlagen statt. An der kleinen Feierstunde auf der neuen Station 15 nahmen Monsignore Freyer, mehrere Ordensschwestern, der ärztliche Direktor Prof. Dr. Thomas Poralla, Pflegedirektor Tino Hortig, Geschäftsführer Tobias Dreißigacker sowie etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses teil.

Kontakt

Mit 495 Betten und ca. 1.200 Mitarbeitern ist das St. Joseph Krankenhaus das größte katholische Krankenhaus in Berlin. Rund 65.000 Patienten werden hier jährlich ambulant und stationär behandelt. Zu den medizinischen Schwerpunkten gehören die Geburtshilfe, die Kinder- und Jugendmedizin, die Nephrologie, die Orthopädie und die Onkologie. Das 1928 eröffnete St. Joseph Krankenhaus ist eine Einrichtung des Elisabeth Vinzenz Verbundes.

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