Geschäftsführer Björn Pestinger, der Ärztliche Direktor Prof. Stefan Jäckle und Stationsleitung Annika Sobottka in einem von 11 neuen Patientenzimmern der Station 14
Geschäftsführer Björn Pestinger, der Ärztliche Direktor Prof. Stefan Jäckle und Stationsleitung Annika Sobottka in einem von 11 neuen Patientenzimmern der Station 14
Reinbek | Krankenhaus St. Adolf-Stift

Neue Station für 3,7 Millionen Euro nach 16 Monaten Bauzeit am Valentinstag eröffnet

Die ersten Patienten sind für Montag einbestellt und können sich auf moderne Zweitbettzimmer mit Blick ins Grüne freuen.

„Dass die Station 14 nun gerade am 14. Februar, also dem Valentinstag, fertig geworden ist und von den Kollegen aus dem Haus angeschaut werden kann, das finde ich ein schönes Symbol“, sagt Annika Sobottka, die neue Stationsleitung der 14 im St. Adolf-Stift. „Wir möchten mit ganzem Herzen für unsere Patienten da sein.“ Die 45-jährige Hamburgerin ist ab Montag (17.2.) mit ihrem 12-köpfigen Team für die Pflege von sogenannten Elektivpatienten zuständig. „Das sind Patienten, die geplant ins Krankenhaus kommen, also nicht als Notfall. Meine Station wird interdisziplinär belegt, also von Bauchchirurgen, Orthopäden, Urologen und Internisten gleichermaßen. Bedingung ist, dass es einen festen Behandlungspfad für die Erkrankung gibt, also vorab genau geregelt ist, was bei einem Patienten mit dieser speziellen OP oder diesem geplanten Eingriff in der Regel zu tun ist.“

Ein Chefarzt, der ab sofort Patienten auf der neuen Station belegen wird, ist Prof. Dr. Tim Strate. Der Leiter der Chirurgischen Klinik sagt: „Von kleinen Eingriffen wie dem Bauchwandbruch, über die Schilddrüsen-Op bis hin zu komplexen Tumoroperationen an Galle oder Dickdarm: Weil der Stationsablauf nicht durch Notfälle durcheinander gebracht wird, gewährleisten wir eine höchstmögliche Planungssicherheit für alle Beteiligten und beste Pflegequalität und besonderen Service für unsere Patienten.“

Station 14 hat auf 680 qm Nutzfläche 11 Zimmer mit 21 Betten, es sind 10 Zweibettzimmer und ein Einzelzimmer. Alle haben ein eigenes Bad, das mit einer gläsernen Duschkabine und frischen Farben sehr hell wirkt. Die Patientenzimmer sind in Holzoptik gehalten und haben große Fenster mit einem schönen Blick in den Sachsenwald an der Hamburger Straße. Der Technische Direktor Bernd Giesen ist erleichtert, dass alles so gut geklappt hat: „Das Besondere war, dass ein Geschoss auf das Dach der Eingangshalle aus dem Jahr 1976 gesetzt wurde – und das bei laufendem Betrieb. So musste für fast ein Jahr der Krankenhaustunnel gesperrt werden, um die Baustoffe ins 1. OG transportieren zu können.“

Baubeginn war im November 2018. Nach 16 Monaten Bauzeit sind rund 3 Millionen Euro verbaut. Geschäftsführer Björn Pestinger sagt: „Am Ende wird der Stationsneubau rund 3,7 Millionen Euro gekostet haben, 10 Prozent mehr als vor 2 Jahren veranschlagt. Wir sind froh, dass ein Viertel vom Land Schleswig-Holstein gefördert wird, die restliche Summe trägt das Krankenhaus. Durch den Neubau wird erstmals die im Krankenhausplan seit einem Jahr ausgewiesene Bettenzahl von 351 Betten tatsächlich erreicht. Das verschafft uns als wachsendes Haus endlich Luft.“ Pestinger bedankte sich in einer Rede vor Mitarbeitern des Krankenhauses und vielen Ordensschwestern bei der Technischen Abteilung, den Architekten und Handwerkern für ihren unermüdlichen Einsatz. Dem neuen Team bescheinigte er „viel Empathie für die Patienten und hohe Fachlichkeit“.

Das Team der Station 14 ist eigentlich neu und doch schon im Haus bekannt. Annika Sobottka erklärt das Paradox: „Als neue Stationsleitung bin ich bereits seit Anfang September im Haus, konnte ganz viel auf anderen Stationen hospitieren und in Ruhe alle Abläufe im St. Adolf-Stift kennenlernen, etwa die digitale Patientenakte und alle handelnden Personen.  Mein Team konnte ich mir selbst mit neuen Pflegekräften zusammenstellen. Wir hatten den Luxus, dass viele bereits seit Dezember und Januar auf anderen Stationen in die Besonderheiten und die zukünftigen Krankheitsbilder eingearbeitet werden konnten. Seit zwei Wochen sind wir jetzt mit dem Feinschliff beschäftigt: Schränke einräumen, Medikamente bestellen, Türschilder absprechen.“

Die erfahrene Führungskraft gibt zu, dass sie den Aufwand einer „Stationseröffnung“ etwas unterschätzt hat. „Es ist an unheimlich viele Dinge zu denken und sehr viele Termine zu koordinieren: Von der Baubesprechung bis hin zu Bestellungen von Möbeln und die ersten Treffen mit dem Team. Ich bekomme aber super Support aus dem Haus. Vom Tischler bis zum Einkaufsleiter sind alle jederzeit für mich da. Durch ihre jahrelange Erfahrung haben sie mich super beraten und immer eine gute Lösung gefunden. Sogar für meinen Fauxpas, als ich aus Versehen statt 400 Handschuhen in einem Karton aus Versehen 400 einzeln verpackte sterile OP-Handschuhe bestellt habe. Mit dem Vorrat hätte ich bei uns locker 10 Jahre auskommen können“, schmunzelt Sobottka. „Der Lagerleiter hat aber mitgedacht und war sich sicher, dass ich die nicht wirklich haben wollte und so konnten wir 90 % gleich zurückschicken...“

Und noch zwei ungewöhnliche Großbestellungen hat Sobottka gemeinsam mit Ordensschwester Luise Wahrhausen aufgegeben: 12 Kreuze für die Patientenzimmer und das Stationszimmer. Diese Bronzekreuze wurden bei der Eröffnung von Pfarrer Roland Seider samt den Zimmern feierlich gesegnet. Viele interessierte Kollegen von anderen Abteilungen waren dabei und gratulierten dem Team zu den schicken neuen Räumlichkeiten. Und für die Gäste gab es auch noch eine kleine Überraschung: die zweite Großbestellung: Passend zum Valentinstag wurden 200 Lebkuchenherzen mit „Herzlich Willkommen“ in Zuckerschrift geordert. Ab Montag bekommen auch die ersten Patienten der Station diese Leckerei: „Ich denke, über so ein Lebkuchen-Herz wird sich jeder freuen und merken, dass es uns als Team ernst ist mit der Pflege mit Herz.“ Das Team der Station 14 wurde übrigens ebenfalls überrascht: Mit individuell angefertigten Lebkuchenherzen mit dem Slogan „Bestes Team. Ganz nah.“ und einem „Station 14“ in Zuckerschrift.


Bild unten (KH Reinbek / Andrea Schulz-Colberg):
Die neue Stationsleitung Annika Sobottka erhielt von der Stellvertretenden Pflegedirektorin Angela Ahrens einen Blumenstrauß sowie Lebkuchen-Herzen anlässlich des Valentinstages

 

Kontakt

Das KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT ist ein freigemeinnütziges Akut-Krankenhaus der Regelversorgung mit expandierender Entwicklung und überregionaler Bedeutung, gelegen am Sachsenwald direkt an der östlichen Stadtgrenze von Hamburg. Es verfügt über 320 Betten in den Fachrichtungen Innere Medizin mit kardiologischem und gastroenterologischem Schwerpunkt sowie einer Stroke unit, Allgemein-, Viszeral-, Thoraxchirurgie (inklusive Leberchirurgie und plastische Chirurgie), Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie / Orthopädie, Gynäkologie / Geburtshilfe sowie Belegbetten. Ferner hält es eine interdisziplinäre Intensivstation mit 15 Betten vor.
Jährlich werden im KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT über 17.500 Patienten stationär und 22.000 ambulant behandelt. Im modernen Zentral-OP werden pro Jahr rund 8.500 Operationen mit steigender Tendenz durchgeführt. Im St. Adolf-Stift arbeiten über 800 Menschen in den unterschiedlichen Bereichen. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und einer der größten Ausbildungsbetriebe in Reinbek.

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