Oberarzt M. Dawood Wahidi und das Team des Herzkatheterlabors mit dem Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.
Halle (Saale) | Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara

Herzkatheterlabor als Ausbildungsstätte für Kardiologen zertifiziert

Das Herzkatheterlabor des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert worden. Als einziger Einrichtung dieser Art in Sachsen-Anhalt wurde den Spezialisten aus Halle damit die Befugnis zuerkannt, interventionelle Kardiologen auszubilden. Die Untersuchung und Behandlung über einen Linksherzkatheter ist für die Patienten praktisch schmerzfrei und komplikationsarm.

Für das Team um die Oberärzte M. Dawood Wahidi und Andreas Rammelt und die gesamte Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Willenbrock ist die Anerkennung durch die Fachgesellschaft eine Bestätigung für die erfolgreiche Arbeit der hochmodernen Versorgungseinheit. Das Herzkatheterlabor bietet den Fachärzten die Möglichkeit, Patienten mit Verdacht auf eine ernsthafte kardiologische Erkrankung besonders schonend und effektiv zu behandeln. Im Vordergrund steht die Behandlung von Herzkranzgefäßerkrankungen und Infarktpatienten. Weitere typische Krankheitsbilder sind die Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankungen und Herzrhythmusstörungen. Im Gegensatz zu einer offenen Operation bietet das Herzkatheterlabor die Möglichkeit eines sogenannten minimal-invasiven Eingriffs. Über einen kleinen Schnitt in der Leiste oder am Handgelenk wird ein feiner, flexibler Katheter eingeführt. Die Untersuchung und Behandlung selbst erfolgt nach der Gabe von Kontrastmittel über ein Live-Röntgenbild. So können zum Beispiel Erkenntnisse über den Zustand der Herzkranzgefäße, die Funktion der linken Herzkammer oder der Herzklappen gewonnen werden.

Liegt eine Gefäßverengung vor, weitet der Kardiologe die Engstelle mit einem Stent auf. Oberarzt Dr. Wahidi beschreibt das Verfahren: „Hierbei handelt es sich um ein Metallgeflecht, das auf einen Ballon montiert ist. Der Stent wird an die Engstelle gebracht und der Ballon aufgedehnt, so dass sich das Metallgeflecht entfaltet und eine dauerhafte Gefäßstütze bildet.“ Die Herzspezialisten im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara verfügen zudem über eine Methode, die bislang nur in wenigen Kliniken des Landes zum Einsatz kommt und die in besonderen Situationen vorteilhaft sein kann: anstelle eines herkömmlichen Stents kann ein biologisch abbaubares, mit Medikamenten beschichtetes Produkt eingesetzt werden, das sich nach einer gewissen Zeit im Körper auflöst.

Hans-Joachim Heine hat sich nach der Beratung durch das Fachärzteteam bewusst für eine Herzkatheteruntersuchung im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara entschieden. Der 77-jährige aus Halle erzählt, wie er die Untersuchung im kurz „HKL“ genannten Behandlungsraum erlebt hat: „Als ich beim Treppensteigen zunehmend Luftnot bekam, hat mich mein Hausarzt an die Spezialisten des Krankenhauses verwiesen. Oberarzt Wahidi hat bereits bei der ersten Untersuchung mit dem Herzkatheter mehrere Gefäßverengungen festgestellt und diese schrittweise mit Stents behandelt. Erfreulich war neben der gut verständlichen Aufklärung über die Ursachen meiner Beschwerden, wie unkompliziert und schmerzarm die Untersuchung ist.“ Der rüstige Hallenser, der in seiner Freizeit gerne ins europäische Ausland fährt und körperlich aktiv ist, hat sich der Behandlung im Herzkatheterlabor insgesamt drei Mal unterzogen und ist mittlerweile fast beschwerdefrei. Neben der qualifizierten ärztlichen Leistung, so Patient Heine, habe er sich auch auf den Stationen des zentral gelegenen Krankenhauses rundum wohl gefühlt.

Kontakt

Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle (Saale) ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und gehört mit rund 1.300 Beschäftigten und mehr als 600 vollstationären Betten als größte Einrichtung zum katholischen Elisabeth Vinzenz Verbund. Als Haus der Schwerpunktversorgung verfügt es über 12 Kliniken der Fachgebiete Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie über ein Sozialpädiatrisches Zentrum. Das angegliederte Medizinische Versorgungszentrum sowie eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung ergänzen das breite medizinische und pflegerische Leistungsspektrum des seit 120 Jahren bestehenden Hauses für die Region.

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