Die Entwicklung der Feuerwehr-Ausrüstung von 1900 über 1980 bis 2016 ist beispielhaft bei der Feuerwehr-Ausstellung im Foyer des St. Adolf-Stiftes zu sehen. Bei der Eröffnung der Ausstellung waren dabei: (v.l.n.r.) Dennis Müller-Reh, Stellvertretender Ortswehrführer der Wache in Reinbek, Joachim Stanisch, Pressewart der Wache in Reinbek sowie Krankenhausgeschäftsführer Björn Pestinger.
Die Entwicklung der Feuerwehr-Ausrüstung von 1900 über 1980 bis 2016 ist beispielhaft bei der Feuerwehr-Ausstellung im Foyer des St. Adolf-Stiftes zu sehen.
Reinbek I Krankenhaus St. Adolf-Stift

Freiwillige Feuerwehr Reinbek hat eine eigene Ausstellung im St. Adolf-Stift eröffnet

Historisches und Aktuelles aus der Arbeit einer Ortsfeuerwehr und eine Plakataktion sollen noch bis zum 24. November die Bevölkerung für die ehrenamtliche Arbeit sensibilisieren

„Mit dieser Ausstellung möchten wir uns als Freiwillige Feuerwehr den Bürgern vorstellen und sie dafür sensibilisieren, dass Hilfeleistungen bei Schadenssituationen in Reinbek durch ehrenamtliche Kräfte erbracht werden. Und nicht – wie viele glauben – durch professionelle Einheiten wie es in Hamburg der Fall ist“, sagt Hauptbrandmeister Dennis Müller-Reh. Seit 1,5 Jahren ist er Stellvertretender Ortswehrführer der Wache an der Klosterbergenstraße.

Gemeinsam mit dem Pressewart kam ihm die Idee für eine Ausstellung. Und mit Hilfe einer Gruppe von 7 Freiwilligen hat Pressewart Joachim Stanisch dann die letzten Monate das Bilder- und Material-Archiv nach aussagekräftigen Exponaten durchsucht und ein Konzept entwickelt. Stanisch: „Wir möchten mit einer kleinen Zeitreise zum Beispiel die Entwicklung der Ausrüstung darstellen. So haben wir etwa lebensgroßen Puppen Originalgegenstände aus drei verschiedenen Epochen angezogen um den großen Wandel ganz plastisch zu verdeutlichen.“
Ferner werde das Aufgabengebiet einer örtlichen Feuerwehr anhand diverser Bildmaterialien dargestellt. „An realen Beispielen möchten wir zeigen, womit sich ehrenamtliche Einheiten im Alarmfall beschäftigen, in welchen Situationen organisatorische Fähigkeiten und oft auch Improvisationstalent gefragt sind.“

Dennis Müller-Reh ergänzt: „Und mit großen Portraitaufnahmen einiger Kameraden möchten wir speziell Reinbeker Einwohner ansprechen, einmal über eine aktive Mitgliedschaft bei uns nachzudenken. Denn wir können immer engagierte und aktive Mitglieder beiderlei Geschlechts gebrauchen, um rund um die Uhr Hilfe leisten zu können.“ Es sei ein wesentlicher Grund für die Ausstellung den Bürgern deutlich zu machen, dass ehrenamtliches Engagement in einer freiwilligen Feuerwehr sinnvoll und zukunftsweisend sei. Müller-Reh: „Ohne ehrenamtliche Feuerwehrleute wäre ja jede Bürgerin und jeder Bürger im Schadensfall auf sich selbst angewiesen.“

Dass diese ehrenamtliche Hilfe manchmal sehr anspruchsvoll und immer abwechslungsreich ist, wird deutlich, als Löschmeister Stanisch die unterschiedlichen Gefahrengebiete im Reinbeker Stadtbereich aufzählt: Vom Gewerbegebiet über Eisenbahnstecken, Waldgebiete, historische Gebäude bis hin zum Krankenhaus sei alles dabei.

So ist denn auch Krankenhausgeschäftsführer Björn Pestinger froh über die Initiative der Ortsfeuerwehr: „Zwischen dem St. Adolf-Stift und der Freiwilligen Feuerwehr gibt es eine langjährige, partnerschaftliche Kooperation auf verschiedenen Ebenen. Da wir bei einem Hilfegesuch ja selbst von einer starken Feuerwehr in Reinbek profitieren, unterstützen wir die Ortswehr sehr gern, in dem wir Ihnen unser Foyer als kostenlose Ausstellungsfläche zur Verfügung stellen.“
Der Technische Betriebsleiter Heinz Küsel ist auch als Brandschutzbeauftragter einer der Ansprechpartner der Feuerwehr im Krankenhaus: „Wir arbeiten wirklich eng zusammen. Erst kürzlich war wieder eine Löschübung auf unserem Gelände, bei der die große Drehleiter ausprobiert wurde. Nur so ist sichergestellt, dass im Brandfall, den wir alle natürlich nie erleben wollen, alle genau wissen, was zu tun ist.“

  • Die Feuerwehr-Ausstellung ist täglich von 8 bis 20 Uhr im Foyer des Krankenhauses Reinbek, Hamburger Straße 41, 21465 Reinbek kostenlos zu besichtigen. Informationsmaterial liegt aus.

  • Am Samstag, 22. Oktober stehen die Kameraden der Feuerwehr von 14 bis 17 Uhr an einem Infostand im Foyer interessierten Bürgern Rede und Antwort. Gemeinsam mit den Kollegen vom Rettungsdienstverbund Stormarn (RVS) ist zudem eine Mitmachaktion zur Wiederbelebung vorgesehen.


Hintergrund

Die Freiwillige Feuerwehr Reinbek, Ortswehr, existiert seit 1887 und ist primär für den Stadtbereich Alt-Reinbek inklusive Gewerbegebieten und Bahntrassen zuständig. Des Weiteren als Unterstützung bei Schadenslagen im Revier der anderen beiden Wehren der Stadtfeuerwehr (Schönningstedt und Ohe).

Zurzeit steht an der Klosterbergenstraße ein Fahrzeugpark von acht taktischen Einsatzfahrzeugen und drei Mannschaftstransportwagen zur Verfügung. Letztere werden stark frequentiert, nicht nur als Fahrzeug zu Aus- oder Weiterbildungsmaßnahmen, sondern auch durch die vielen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Diese ist derzeit mit 32 Mitgliedern sehr gut aufgestellt.

Aktuell hat die Wehr Reinbek eine Personalstärke von rund 80 Frauen und Männern. Die beruflichen Anforderungen oder ein weit entfernter Arbeitsplatz in Hamburg führen dazu, dass viele ehrenamtliche Kräfte tagsüber im Alarmfall nicht mitausrücken können. Hier würde sich eine Erhöhung der Mitgliederzahl positiv auswirken. Darum ist die Ortsfeuerwehr Reinbek kontinuierlich auf der Suche nach Verstärkung, vor allem für den Einsatzfall am Tag. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Frauen, die sich tagsüber in Reinbek und Umgebung aufhalten.

Bei Fragen zur Feuerwehr wenden Sie sich gern direkt an den Pressewart Joachim Stanisch unter: j.stanisch@ff-reinbek.de oder Mobiltelefon 0172 / 987 11 64

Kontakt

Das KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT ist ein freigemeinnütziges Akut-Krankenhaus der Regelversorgung mit expandierender Entwicklung und überregionaler Bedeutung, gelegen am Sachsenwald direkt an der östlichen Stadtgrenze von Hamburg. Es verfügt über 320 Betten in den Fachrichtungen Innere Medizin mit kardiologischem und gastroenterologischem Schwerpunkt sowie einer Stroke unit, Allgemein-, Viszeral-, Thoraxchirurgie (inklusive Leberchirurgie und plastische Chirurgie), Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie / Orthopädie, Gynäkologie / Geburtshilfe sowie Belegbetten. Ferner hält es eine interdisziplinäre Intensivstation mit 15 Betten vor.
Jährlich werden im KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT über 17.500 Patienten stationär und 22.000 ambulant behandelt. Im modernen Zentral-OP werden pro Jahr rund 8.500 Operationen mit steigender Tendenz durchgeführt. Im St. Adolf-Stift arbeiten über 800 Menschen in den unterschiedlichen Bereichen. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und einer der größten Ausbildungsbetriebe in Reinbek.

www.krankenhaus-reinbek.de