St. Bernward Krankenhaus in höchste Kategorie der Notfallversorgung eingestuft
G-BA-Beschluss: St. Bernward Krankenhaus in höchste Kategorie der Notfallversorgung eingestuft
08. Oktober 2019
Hildesheim | St. Bernward Krankenhaus

In einer Reihe mit den Universitätskliniken

G-BA-Beschluss: St. Bernward Krankenhaus in höchste Kategorie der Notfallversorgung eingestuft

Rund 2000 Krankenhäuser stellen in Deutschland eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sicher. Doch nicht jedes Haus ist für jeden Patienten geeignet – auch nicht im Notfall.
Gerade bei Herzinfarkten und Schlaganfällen, wenn jede Sekunde zählt, ist eine schnelle, umfassende Behandlung wichtig. Diese kann aber nur erfolgen, wenn Herz- und Gefäßspezialisten sowie die geeignete medizinisch-technische Ausstattung direkt vor Ort greifbar sind.

Ein neuer Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) will diesen Qualitätsanspruch in der medizinischen Notfallversorgung künftig sicherstellen, unter anderem durch eine angemessene Vergütung. Natürlich muss jedes Krankenhaus auch weiterhin die Erstversorgung bei Notfällen gewährleisten können.

Darüber hinaus werden jedoch sämtliche Notaufnahmen in der Bundesrepublik nach einem Stufenmodell in Kategorien eingeordnet. Unterschieden wird nun nach Krankenhäusern, die neben der Erstversorgung eine Basisnotfallversorgung anbieten können (Stufe 1), nach Kliniken, in denen es eine erweiterte Notfallversorgung gibt (Stufe 2), sowie nach Maximalversorgern, die eine umfassende Notfallversorgung leisten (Stufe 3).

Gemäß den Vorgaben des G-BA-Beschlusses bietet das St. Bernward Krankenhaus (BK) als einzige Klinik in Stadt und Landkreis Hildesheim diese umfassende Notfallversorgung und wurde dementsprechend in die höchste Kategorie eingestuft.

„Dieses Ergebnis freut uns natürlich sehr und zeigt uns, dass sich unsere Investitionen in eine gute Ausstattung und Patientenversorgung gelohnt haben“, sagt Karen Thiele, Kaufmännische Leiterin am BK.

Bei der Einstufung berücksichtigt wurden unter anderem die Anzahl und Art der medizinischen Fachabteilungen, die Zahl der intensivmedizinischen Beatmungsplätze, das Vorhandensein eines Hubschrauberlandeplatzes, die medizinisch-technische und personelle Ausstattung des jeweiligen Krankenhauses sowie die Arbeitsabläufe innerhalb der Zentralen Notaufnahme. „Die höchste Stufe der Notfallversorgung erreichen in der Regel nur Maximalversorger wie Universitätskliniken“, stellt Dr. Michael Hillebrand, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am BK, fest. „Für die Stadt und die Region Hildesheim bedeutet unsere Einstufung in der höchsten Kategorie, dass die Notfallversorgung außerordentlich gut aufgestellt ist.“

 

Foto unten:
Dr. Michael Hillebrand, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am BK, ist stolz auf das Ergebnis.

Kontakt

Das St. Bernward Krankenhaus Hildesheim hat sich seit der Gründung im Jahr 1852 zu einem hochmodernen Allgemeinkrankenhaus mit internistischem und operativem Schwerpunkt entwickelt. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Georg-August-Universität in Göttingen leistet es einen wertvollen Beitrag zur ärztlichen Ausbildung in Deutschland. Das St. Bernward Krankenhaus verfügt über 502 Planbetten sowie sechs teilstationäre Plätze. Es versorgt 26.000 Patienten im Jahr rund um die Uhr, 10.000 nach Operationen. Ambulant vertrauen mehr als 60.000 Patienten pro Jahr auf uns, mehr als 4.500 von ihnen nach einer ambulanten OP. 17 Kliniken arbeiten heute unter dem Dach des St. Bernward Krankenhauses, hinzu kommen vier medizinische Fachabteilungen (Institute), ergänzt um zertifizierte Zentren und Abteilungen. Zu letzteren zählen das Perinatalzentrum Level 1, das Brustzentrum, das Gefäßzentrum, das Darmkrebszentrum, das Onkologische Zentrum, das Endoprothetikzentrum, das Zentrum Endoskopie und Gastroenterologie, die Stroke Unit, die Epilepsy Care Unit, die Chest Pain Unit, das Regionale Traumazentrum, die Zentrale Notaufnahme sowie das Zentrum für Labordiagnostik. Ein fachübergreifendes Lungenzentrum sowie ein CT-/ MRT- /PET-CT-Zentrum runden das Angebot ab und machen das St. Bernward Krankenhaus zu einer gesuchten Anlaufstelle für die kompetente medizinische Vollversorgung mit überregionaler Ausstrahlung. Insgesamt leisten im St. Bernward Krankenhaus knapp 1.400 Mitarbeiter Dienst am Menschen. Zur ambulanten Versorgung arbeiten in zwei Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) acht Facharztpraxen – die Fachrichtungen sind Onkologie/Hämatologie (ambulante Chemotherapie), Nephrologie/Dialyse, Pneumologie/ Schlafmedizin, Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie, Frauenheilkunde/Geburtshilfe, Lungen- und Bronchialheilkunde/Allergologie sowie Allgemeinmedizin – ergänzt um ein Ambulantes Operationszentrum (AOZ).

www.bernward-khs.de