Bundesweit und international anerkanntes Fortbildungsformat am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale): Die schnelle und präzise Untersuchung und Einordnung von menschlichen Zellen am Mikroskop führt zu noch besseren Therapieergebnissen – zum Beispiel bei der Behandlung von Krebserkrankungen
Bundesweit und international anerkanntes Fortbildungsformat am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale): Die schnelle und präzise Untersuchung und Einordnung von menschlichen Zellen am Mikroskop führt zu noch besseren Therapieergebnissen
Halle | Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara

Digitales Fortbildungsformat für die erfolgreiche „Blitzdiagnose“

Das rechtzeitige und vollständige Erkennen von Erkrankungen im Bereich des Brustkorbs entscheidet maßgeblich über den Therapieerfolg und die Heilungschancen für die betroffenen Patienten. Aus diesem Grund nimmt die Zelldiagnostik, also die Untersuchung von menschlichen Zellen unter dem Mikroskop, in der Medizin einen hohen Stellenwert ein. Die Zelldiagnostik, auch Zytologie genannt, ist ein Bestandteil immer komplexer werdender Therapiekonzepte, zum Beispiel beim Lungenkrebs. Ein bewährtes Fortbildungsformat am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) wurde nun um eine digitale Komponente erweitert.
 
Um Fachärzte und Medizinisch-technische Assistenten in die Lage zu versetzen, krankhafte Veränderungen an Zellen nicht nur sicherer erkennen, sondern auch besser einordnen zu können, findet seit vielen Jahren am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) ein zweiteiliger Grundlagenkurs unter der Leitung von Dr. Ralf Heine, Chefarzt der Medizinischen Klinik III, statt. Bestandteil des in Sachsen-Anhalt einmaligen Fortbildungsangebotes für die klinische Zytologie in der Pneumologie (Lungen- und Bronchialheilkunde) ist zudem ein auf dem jährlichen Kurs aufbauendes Seminar.
 
In diesem Jahr blicken Chefarzt Dr. Heine und sein Team bereits auf 20 Jahre Zytologiefortbildungen in Halle zurück. Gewidmet war die diesjährige Veranstaltung Prof. Dr. Walther Matzel, einem der Begründer der klinischen Zytologie in Deutschland. Der aus Thüringen stammende Arzt und Wissenschaftler, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, hat die Zytologie an der ehemaligen Lungenklinik des Krankenhauses in Halle-Dölau etabliert und das Fach über Jahrzehnte entscheidend geprägt und weiterentwickelt. 1957 übernahm Prof. Matzel die Abteilung für Tuberkulose am damaligen „Waldkrankenhaus“ Halle-Dölau als Chefarzt. Nach der Umbenennung in „Abteilung für Tuberkulose und Lungenkrankheiten“ folgte 1968 die Gründung der „Klinik für Lungenkrankheiten und Tuberkulose“, eine der ersten Kliniken dieser Art im Land. Hier war Prof. Matzel bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden 1986 tätig. Bis heute profitieren Spezialisten wie Dr. Ralf Heine von der Grundlagenarbeit und den Erkenntnissen aus dieser Zeit und entwickeln das Fach auch im internationalen Umfeld weiter.
 
Der diesjährige Zytologiekurs war bestimmt von den Einschränkungen durch die anhaltende pandemische Lage. Daher war der Kurs bereits frühzeitig als Hybridveranstaltung, also einer Kombination aus Präsenz- und Onlineveranstaltung, geplant und vorbereitet worden. Chefarzt Dr. Heine zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Die gleichzeitige Ansprache der anwesenden und der zugeschalteten Kolleginnen und Kollegen sowie die Beantwortung von Fragen auf mehreren Kanälen war sicherlich eine besondere Herausforderung. Ein Vorteil des neuen Formats war jedoch die vergleichsweise einfache Einbindung unserer internationalen Referenten über die Videokonferenzsoftware, unter anderem aus Österreich, Finnland und Indien.“ Eine Live-Demonstration am Mikroskop konnte beispielswiese unabhängig vom Standort der Teilnehmenden unmittelbar verfolgt und kommentiert werden.
 
Dementsprechend positiv fällt das Fazit des halleschen Chefarztes nach der gelungenen Veranstaltung im halbdigitalen Format aus: „Die Ausbildung in der klinischen Zytologie ist auf einem sehr hohen Level angekommen. So spart zum Beispiel bei der Untersuchung von oberflächlich liegenden Lymphknoten eine ´Blitzdiagnose´ wertvolle Zeit, die direkt dem Therapieerfolg bei unseren Patienten zu Gute kommt. Geschwindigkeit ist hier ein entscheidender Faktor.“ Auch für die kommenden Jahre erwägt das Team um Dr. Ralf Heine, Referenten aus Deutschland und weltweit digital zuzuschalten und so der Fortbildung eine zusätzliche Reichweite zu verleihen.
 
Bildunterzeile 1:
Dr. med. Ralf Heine, Chefarzt der Medizinischen Klinik III am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale), begrüßte die Kursteilnehmenden in diesem Jahr nicht nur vor Ort, sondern auch per digitaler Videoschalte. (Quelle: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Andrea Bergert).
 
Bildunterzeile 2:
Bundesweit und international anerkanntes Fortbildungsformat am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale): Die schnelle und präzise Untersuchung und Einordnung von menschlichen Zellen am Mikroskop führt zu noch besseren Therapieergebnissen – zum Beispiel bei der Behandlung von Krebserkrankungen. (Quelle: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Warmuth).

Kontakt

Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle (Saale) ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und gehört mit rund 1.300 Beschäftigten und mehr als 600 vollstationären Betten zum katholischen Elisabeth Vinzenz Verbund. Als Haus der Schwerpunktversorgung verfügt es über 14 Kliniken der Fachgebiete Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin, Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie, Gefäßchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie und Kinderintensivmedizin, Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie über ein Sozialpädiatrisches Zentrum mit Interdisziplinärer Frühförderstelle. Das angegliederte Medizinische Versorgungszentrum, das Medizinische Zentrum für Erwachsene mit Behinderung sowie eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung ergänzen das breite medizinische Leistungsspektrum des seit 120 Jahren bestehenden Hauses für die Region.

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