Reinbek I Krankenhaus St. Adolf-Stift

Chirurg Ernst von Dobschütz ist Reinbeks fünfter Professor

Der Experte für Schilddrüsen-Operationen am St. Adolf-Stift erhielt für seine hervorragenden Leistungen in Forschung und Lehre eine außerplanmäßige Professur.

Ernst von Dobschütz, Sektionsleiter für Endokrine Chirurgie am Krankenhaus Reinbek, ist von der Universität Freiburg zum (außerplanmäßigen) Professor ernannt worden. Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg verfügt das Krankenhaus Reinbek damit nun über stolze 7 Ärzte mit einem Lehrauftrag einer Universität .

„Wir sind damit außerhalb der Universitätskliniken Lübeck, Kiel und Hamburg das Krankenhaus mit den meisten Professoren in Schleswig-Holstein und Hamburg“, sagt Krankenhaus-Geschäftsführer Lothar Obst, der Prof. Dobschütz sogleich zum neuen Titel gratulierte. Im St. Adolf-Stift sind sechs Chefärzte und ein Sektionsleiter sind habilitiert. 5 von Ihnen sind sogenannte „außerplanmäßige Professoren“ und 2 sind „Privatdozenten“. Der Titel „außerplanmäßiger Professor“ wird von Hochschulen an Personen verliehen, die promoviert (Doktor) und zusätzlich habilitiert (Privatdozent) sind und auch danach in Forschung und Lehre hervorragende weiterführende Leistungen erbracht haben. Die außerplanmäßige Professur (APL) stellt somit eine entscheidende akademischen Karrierestufe dar. Prof. Dobschütz: „Die Ausbildung von Studenten und Mitarbeitern ist mir besonders wichtig. Ich habe bereits acht Doktoranden zum Doktortitel geführt, von denen zwei mit summa cum laude verteidigten.“

Prof. Stefan Jäckle, Ärztlicher Direktor des St. Adolf-Stiftes ergänzt: „Für einen Chirurgen eines Hauses der Akut- und Regelversorgung ist es eine außergewöhnliche Leistung auch nach der Habilitation weiter zu forschen und sich der Lehre zu widmen. Dies ist nur in der knappen Freizeit möglich. Ganz besonders freue ich mich, dass Herr von Dobschütz von der Universität Freiburg zum Professor ernannt wurde; dort habe ich selbst vor Jahrzehnten Medizin studiert und so die Fakultät schätzen gelernt.“

Seit drei Jahren ist Ernst von Dobschütz im St. Adolf-Stift als Sektionsleiter für Endokrine Chirurgie tätig. Diese Sektion beschäftigt sich mit Operationen an hormonbildenden Drüsen wie Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere und Bauchspeicheldrüse sowie mit erblichen Tumorsyndromen wie der multiplen endokrinen Neoplasie. Prof. Tim Strate, Chefarzt der Chirurgischen Klinik ist stolz auf „seinen“ Mitarbeiter. Strate: „Prof. Dobschütz engagiert sich sehr in der Studentenausbildung und hat einen Lehrauftrag an der Universität Freiburg erhalten. Zudem veröffentlichte Prof. von Dobschütz in mehreren international bekannten medizinischen Fachzeitschriften über Hormon-Studien und Schilddrüsenkrebs. Von seinem umfassenden theoretischen Wissen und seiner großen Erfahrung profitieren alle Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen bei den Operationen in unserem Krankenhaus.“

Hormonell bedingte Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse sind häufig, aber aufgrund der oft komplexen Krankheitsbilder brauchen Ärzte ein höheres Maß an Spezialisierung und Fachkenntnis als das eines normalen Allgemeinchirurgen. Prof. Ernst von Dobschütz: „Nur so kann man sich für die richtige operative Therapie entscheiden, eine Übertherapie vermeiden und Eingriffe auf einem hohen Niveau mit dem geringstmöglichen Risiko durchführen. In der Sektion Endokrine Chirurgie am Krankenhaus Reinbek werden alle Voraussetzungen für eine optimale Therapie erfüllt: Es gibt eine besondere Infrastruktur im Haus und gleichzeitig nehmen wir den Patienten als Menschen und nicht als ‚endokrinologischen Fall’ wahr.“

Vita Ernst von Dobschütz
Sein besonderes Interesse für hormonbildende Drüsen entdeckte Ernst von Dobschütz noch im Medizinstudium als wissenschaftlicher Mitarbeiter des renommierten Instituts für Chirurgische Forschung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Nach Studien- und Forschungsaufenthalten in Südafrika sowie an der Universität in Sao Paulo/Brasilien begann er 2001 seine Facharztausbildung an der Chirurgischen Universitätsklinik in Freiburg im Breisgau und forschte als Leiter einer Arbeitsgruppe über Nieren und Bauchspeicheldrüsen. 2007 erhielt Ernst von Dobschütz den Facharzttitel für Chirurgie und legte kurz darauf 2008 seine Habilitation erfolgreich ab. Mit seiner Antrittsvorlesung „Schilddrüsenchirurgie – Vom Nobelpreis für Medizin zur modernen Endokrinen Chirurgie“ wurde ihm die Venia legendi, also die Lehrbefugnis, für das Fach Chirurgie im Februar 2009 verliehen.

Dobschütz besitzt die Zusatzbezeichnungen „Chirurgische Intensivmedizin“, „Notfallmedizin“ und „Endoskopie des oberen Gastrointestinaltrakts“. Seinem klinischen Schwerpunkt folgend wurde er 2009 Oberarzt an einer Spezialklinik für Endokrine Chirurgie in Hamburg-Eilbek und wechselte mit seiner Familie nach Norddeutschland. Aufgrund der erheblichen Anzahl endokriner Operationen besitzt er eine sehr gute operative Expertise. Er legt besonderes Augenmerk auf die Qualitätssicherung mit Aufbau von Datenbanken über Behandlungsergebnisse der Schilddrüsen- und Hyperparathyreoidismus-Operationen. Seit 2013 ist er Sektionsleiter für Endokrine Chirurgie am St. Adolf-Stift.

Professuren im St. Adolf-Stift
Im St. Adolf-Stift sind 6 Chefärzte und 1 Sektionsleiter habilitiert. Die meisten sind Außerplanmäßige Professoren, 2 sind Privatdozenten, können theoretisch noch APL werden.

  • Prof. Dr. Stefan Jäckle für das Fach Innere Medizin (Chefarzt der Medizinischen Klinik und Ärztlicher Direktor)
  • Prof. Dr. Tim Strate für das Fach Chirurgie (Chefarzt der Chirurgischen Klinik)
  • Prof. Dr. Jörg Schwarz für das Fach Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Chefarzt der Frauenklinik)
  • Prof. Dr. Gerrit Krupski-Berdien für das Fach Radiologie (Chefarzt der Abteilung für diagnostische und interventionelle Radiologie)
  • Prof. Dr. Ernst von Dobschütz für das Fach Chirurgie (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Brsg.) (Sektionsleiter Endokrine Chirurgie in der Chirurgischen Klinik)
  • Privatdozent Dr. Ali Aydin für das Fach Innere Medizin (Chefarzt der Abteilung für Kardiologie)
  • Privatdozent Dr. Thorsten Krause für das Fach Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie (Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin,, Schmerztherapie und Palliativmedizin)

Bildinformationen:
Sie gratulierten Chirurg Ernst von Dobschütz (2. v.r. mit Blumen) herzlich zum Professoren-Titel: Der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Reinbek, Prof. Stefan Jäckle (li), der Kaufmännische Direktor Lothar Obst sowie der Chefarzt der Chirurgischen Klinik Prof. Tim Strate (r.). Damit hat das St. Adolf-Stift 5 Ärzte, die als Professoren und 2, die als Privatdozenten in der akademischen Lehre tätig sind – so viel wie sonst kein Krankenhaus im Schleswig-Holstein oder Hamburg außerhalb der Unikliniken. (KH Reinbek / A. Schulz-Colberg)

Kontakt

Das KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT ist ein freigemeinnütziges Akut-Krankenhaus der Regelversorgung mit expandierender Entwicklung und überregionaler Bedeutung, gelegen am Sachsenwald direkt an der östlichen Stadtgrenze von Hamburg. Es verfügt über 320 Betten in den Fachrichtungen Innere Medizin mit kardiologischem und gastroenterologischem Schwerpunkt sowie einer Stroke unit, Allgemein-, Viszeral-, Thoraxchirurgie (inklusive Leberchirurgie und plastische Chirurgie), Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie / Orthopädie, Gynäkologie / Geburtshilfe sowie Belegbetten. Ferner hält es eine interdisziplinäre Intensivstation mit 15 Betten vor.
Jährlich werden im KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT über 17.500 Patienten stationär und 22.000 ambulant behandelt. Im modernen Zentral-OP werden pro Jahr rund 8.500 Operationen mit steigender Tendenz durchgeführt. Im St. Adolf-Stift arbeiten über 800 Menschen in den unterschiedlichen Bereichen. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und einer der größten Ausbildungsbetriebe in Reinbek.

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