Der eine geht, der andere kommt: Dr. Gienapp (rechts), Prof. Dr. Andreas Niemeier (links)
Der eine geht, der andere kommt: Dr. Gienapp (rechts), Prof. Dr. Andreas Niemeier (links)
28. September 2018
Reinbek I Krankenhaus St. Adolf-Stift

Chefarztwechsel in der Orthopädie und Unfallchirurgie des Krankenhauses Reinbek

Nach 15 Jahren geht Dr. Thomas Gienapp, Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie in den Ruhestand.

Es war ein bewegender Tag für Chefarzt Dr. Thomas Gienapp, der voller Highlights und Überraschungen steckte. Zum Abschied organisierte der 65-jährige Unfallchirurg und Orthopäde noch einmal eine Patienteninformationsveranstaltung im Rahmen der „Arthrosetage“, die er vor acht Jahren im Krankenhaus Reinbek etabliert hatte. Beim nunmehr 9. Arthrosetag informierten sich morgens um 10.30 Uhr fast 150 Interessierte über gelenknahe Knochenbrüche des betagten Patienten sowie über Arthrose und Rheumatische Erkrankungen. Was die Besucher erst vor Ort erfuhren: einer der von Dr. Gienapp eingeladenen Referenten, Prof. Dr. Andreas Niemeier, wird ab Oktober Chefarzt der neuen Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Krankenhaus Reinbek. Prof. Niemeier war zuletzt als Stellvertretender Klinikdirektor und Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Orthopädie am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE) und Klinikum Bad Bramstedt tätig.

Nach der offiziellen Fragerunde bildeten sich noch große Menschentrauben rund um die beiden Chefärzte, während die Aula der Pflegeschule schon für die nächste Veranstaltung umgebaut wurde. Doch zunächst ging es mittags in den Gottesdienst für Dr. Gienapp und seine Familie, um den Übergang vom Beruf- und Privatleben auch spirituell zu begehen. Bei der anschließenden Feierstunde in der Aula wurden die vergangenen 15 Jahre als Chefarzt von verschiedenen Rednern abwechselnd ernst und launig gewürdigt. So betonte der Chefarzt der Chirurgischen Klinik, Prof. Tim Strate die besondere Expertise Gienapps in der Unfallchirurgie sowie Meilensteine der Entwicklung der Abteilung wie zum Beispiel die Zertifizierung als „Lokales Traumazentrum“ im „Traumanetzwerk Hamburg“. Die Feier war ganz individuell auf den Hardrock- und Fußballfan Gienapp zugeschnitten: Als Zwischenstücke spielte eine Rockband für den begeisterten Fan des 1. FC St. Pauli Stadionlieder ein, zu denen der ganze Saal mitsang. Thomas Gienapp bedankte sich nach seinem Resümee bei den Mitarbeitern für die besonders familiäre und den Patienten zugwandte Grundstimmung im Haus. Der 65-Jährige Vater von drei erwachsenen Töchtern wird zunächst dem St. Adolf-Stift noch stundenweise unterstützend erhalten bleiben. Der begeisterte Sportler sagt: „Ich bin ganz froh über diese ‚Cool Down-Phase‘, bei der ich keine so hohe Verantwortung mehr trage, aber immer noch Patientenkontakt habe. So kann ich mich an die viele Freizeit langsam gewöhnen.“ Die ersten Aufgaben hat er schon: Der Oldtimer-Besitzer hat von den Krankenhausmitarbeitern die Teilnahme an einer Rallye auf Rügen geschenkt bekommen; vorher muss sein Auto noch flott gemacht werden. Viele junge Mitarbeiter aus dem OP und von den Stationen kamen nach Feierabend zur ganz speziellen Abendveranstaltung: Bei Pommes und Currywurst gab es Hardrockmusik zum Mittanzen oder zumindest Fußwippen.

Der neue Chefarzt, Prof. Dr. Andreas Niemeier fasste dieses besondere Abschiedsprogramm so zusammen: „Gottesdienst mit Orgel und Trompete und abends dann laute Rockmusik – das ist nur scheinbar ein Gegensatz. Es zeigt, wie besonders das St. Adolf-Stift ist: Dieses Haus lebt.“

Der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Prof. Dr. Stefan Jäckle zeigt sich vom Neuzugang begeistert: „Prof. Niemeier ist nicht nur ein Wissenschaftler mit internationaler Reputation und großem Forschungslabor am UKE, sondern eben auch ein renommierter Arzt, also Praktiker, dem seine Patienten sehr wichtig sind.“ Die von ihm geleitete neue Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie werde zu einer Einheit ausgebaut, die mit hohem Spezialisierungsgrad nahezu das gesamte Spektrum von Erkrankungen des Bewegungsapparates umfasst. Seine persönlichen Arbeitsschwerpunkte, für die Niemeier weit überregional bekannt ist, sind die Gelenkchirurgie, die Endoprothetik von Schulter, Ellenbogen, Hüfte und Knie, aber auch die Tumororthopädie und orthopädische Rheumatologie. Dabei liegen Prof. Niemeier die Kombination von konservativer und operativer Behandlung und ein hoher Qualitätsanspruch sehr am Herzen: „Ich wünsche mir eine gute Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen für die beste medizinische Versorgung aller Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparates in der Region. Gerade ältere und mehrfach erkrankte Menschen können hier in Reinbek durch die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen wie Intensivmedizin und Kardiologie auf exzellentem Niveau versorgt werden.“

Kontakt

Das KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT ist ein freigemeinnütziges Akut-Krankenhaus der Regelversorgung mit expandierender Entwicklung und überregionaler Bedeutung, gelegen am Sachsenwald direkt an der östlichen Stadtgrenze von Hamburg. Es verfügt über 320 Betten in den Fachrichtungen Innere Medizin mit kardiologischem und gastroenterologischem Schwerpunkt sowie einer Stroke unit, Allgemein-, Viszeral-, Thoraxchirurgie (inklusive Leberchirurgie und plastische Chirurgie), Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie / Orthopädie, Gynäkologie / Geburtshilfe sowie Belegbetten. Ferner hält es eine interdisziplinäre Intensivstation mit 15 Betten vor.
Jährlich werden im KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT über 17.500 Patienten stationär und 22.000 ambulant behandelt. Im modernen Zentral-OP werden pro Jahr rund 8.500 Operationen mit steigender Tendenz durchgeführt. Im St. Adolf-Stift arbeiten über 800 Menschen in den unterschiedlichen Bereichen. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und einer der größten Ausbildungsbetriebe in Reinbek.

www.krankenhaus-reinbek.de