Das Team des Onkologischen Zentrums am St. Bernward Krankenhaus freut sich über die Anerkennung des niedersächsischen Gesundheitsministeriums.
Das Team des Onkologischen Zentrums am St. Bernward Krankenhaus freut sich über die Anerkennung des niedersächsischen Gesundheitsministeriums.
Hildesheim | St. Bernward Krankenhaus

Besondere Expertise bei Krebs

Onkologisches Zentrum am St. Bernward Krankenhaus vom Landesgesundheitsministerium als Fachzentrum benannt

Das Onkologische Zentrum am St. Bernward Krankenhaus (BK) ist nun ein anerkanntes Fachzentrum. Seit 2018 benennt der Krankenhausplanungsausschuss des niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Fachzentren, die sich durch eine besondere medizinische Expertise auszeichnen. Jetzt gehört auch das Krebszentrum des BK dazu – als Netzwerkpartner des Onkologischen Spitzenzentrums der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universitätsmedizin Göttingen.

„Niedersachsen verfügt über viele Krankenhäuser mit herausragend kompetenten Ärztinnen und Ärzten, Patientinnen und Patienten erhalten dort medizinische Versorgung auf allerhöchstem Niveau. Es ist mir wichtig, dass wir die überregionale Bedeutung der Kliniken hervorheben und anerkennen, dass dort eine ganz besondere Expertise vorhanden ist. Mit der Ausweisung als Zentrum wird dies nach außen erkennbar“, erklärte die Landesgesundheitsministerin Dr. Carola Reimann bereits Ende 2018. Neben dem gesteigerten Ansehen verschafft die Anerkennung der Fachzentren den Krankenhäusern finanzielle Vorteile. So können bei Verhandlungen mit den Gesetzlichen Krankenkassen Zuschläge beantragt werden, mit denen spezielle Leistungen und besondere Koordinationsaufgaben zusätzlich vergütet werden. Diese besondere Ausstattung kommt wiederum den Patienten zugute.

Um anerkanntes Fachzentrum zu werden, müssen die Krankenhäuser besondere Bedingungen erfüllen. Als Grundvoraussetzung muss das jeweilige Zentrum von einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft zertifiziert worden sein. Auch die Kommunikation mit Betroffenen und Angehörigen durch regelmäßige Infoveranstaltungen, die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und der Austausch mit anderen Medizinern sind wichtige Aspekte. In Stadt und Landkreis Hildesheim ist das St. Bernward Krankenhaus die einzige Klinik, die eine eigenständige Abteilung für Onkologie vorhält. Hier werden die Behandlungen der Patienten gebündelt und koordiniert – regelmäßig finden Tumorkonferenzen verschiedener Fachkliniken statt, sodass jeder Patient die Möglichkeit hat, durch ein interdisziplinäres Team beraten zu werden.

Jährlich werden etwa 1000 onkologische Patienten in den Tumorkonferenzen des St. Bernward Krankenhauses behandelt. In der Chemotherapie finden pro Jahr etwa 10.000 Anwendungen statt, sowohl ambulant im Medizinischen Versorgungszentrum im Vinzentinum Langelinienwall als auch stationär in der Klinik. Zu den Spezialgebieten des St. Bernward Krankenhauses zählen unter anderem die Behandlungen von Brustkrebs, Magen- und Darmkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs, Peritonealkarzinosen und Pankreaskarzinomen. Jährlich erkranken etwa 500.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Die Gesamtzahl der Betroffenen wird bundesweit derzeit auf etwa 4,5 Millionen geschätzt. Dank des rasanten medizinischen Fortschritts können Tumorerkrankungen heute zwar wesentlich besser behandelt werden als vor zehn Jahren, doch noch immer ist Krebs – nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen – die zweithäufigste Todesursache.

Kontakt

Das St. Bernward Krankenhaus Hildesheim hat sich seit der Gründung im Jahr 1852 zu einem hochmodernen Allgemeinkrankenhaus mit internistischem und operativem Schwerpunkt entwickelt. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Georg-August-Universität in Göttingen leistet es einen wertvollen Beitrag zur ärztlichen Ausbildung in Deutschland. Das St. Bernward Krankenhaus verfügt über 502 Planbetten sowie sechs teilstationäre Plätze. Es versorgt 26.000 Patienten im Jahr rund um die Uhr, 10.000 nach Operationen. Ambulant vertrauen mehr als 60.000 Patienten pro Jahr auf uns, mehr als 4.500 von ihnen nach einer ambulanten OP. 17 Kliniken arbeiten heute unter dem Dach des St. Bernward Krankenhauses, hinzu kommen vier medizinische Fachabteilungen (Institute), ergänzt um zertifizierte Zentren und Abteilungen. Zu letzteren zählen das Perinatalzentrum Level 1, das Brustzentrum, das Gefäßzentrum, das Darmkrebszentrum, das Onkologische Zentrum, das Endoprothetikzentrum, das Zentrum Endoskopie und Gastroenterologie, die Stroke Unit, die Epilepsy Care Unit, die Chest Pain Unit, das Regionale Traumazentrum, die Zentrale Notaufnahme sowie das Zentrum für Labordiagnostik. Ein fachübergreifendes Lungenzentrum sowie ein CT-/ MRT- /PET-CT-Zentrum runden das Angebot ab und machen das St. Bernward Krankenhaus zu einer gesuchten Anlaufstelle für die kompetente medizinische Vollversorgung mit überregionaler Ausstrahlung. Insgesamt leisten im St. Bernward Krankenhaus knapp 1.400 Mitarbeiter Dienst am Menschen. Zur ambulanten Versorgung arbeiten in zwei Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) acht Facharztpraxen – die Fachrichtungen sind Onkologie/Hämatologie (ambulante Chemotherapie), Nephrologie/Dialyse, Pneumologie/ Schlafmedizin, Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie, Frauenheilkunde/Geburtshilfe, Lungen- und Bronchialheilkunde/Allergologie sowie Allgemeinmedizin – ergänzt um ein Ambulantes Operationszentrum (AOZ).

www.bernward-khs.de