Die 25 neuen Auszubildenden der Pflegeschule am St. Adolf-Stift mit ihrer Kursleitung Martina Andersson (links) und Schulleiterin Christa Knigge (rechts) im Patientengarten nach dem Freiluftgottesdienst.
Die 25 neuen Auszubildenden der Pflegeschule am St. Adolf-Stift mit ihrer Kursleitung Martina Andersson (links) und Schulleiterin Christa Knigge (rechts) im Patientengarten nach dem Freiluftgottesdienst.
Reinbek | St. Adolf-Stift

25 Pflege-Azubis starten mit generalistischer Ausbildung

Die Schule am St. Adolf-Stift bildet nicht nur Nachwuchs für das Krankenhaus aus, sondern auch für Pflegeheime und -dienste

25 Menschen zwischen 16 und 46 Jahren haben ihre Ausbildung als Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann am Krankenhaus Reinbek begonnen. Die 20 Frauen und 5 Männer hatten sich mit Mittlerer Reife, Fachhochschulreife, Abitur oder mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in den vergangenen Monaten beworben und einen Platz in der Pflegeschule des St. Adolf-Stiftes ergattert. Beim Ersten Schultag stand das Kennenlernen von Mitschülern und Lehrerinnen im Fokus. Es gab gleich den ersten Theorieblock über das Entstehen von Krankenhäusern und über die Fachabteilungen im St. Adolf-Stift. Aufgrund der Coronahygienevorkehrungen gab es die obligatorische Krankenhausführung in der Gruppe nur aus dem Garten und nicht im eigentlichen Krankenhaus. Hier fand dann auch ein Freiluft-Gottesdienst mit Pastorin Frauke Rörden statt. Alle Schüler erhielten ein individuelles buntes Kreuz geschenkt. Dieser „Handschmeichler“ soll ihnen in auch in stürmischen Tagen Hoffnung auf wieder sonnigere Zeiten schenken.

Die traditionelle Schultütenübergabe lief auch ein wenig anders ab. Zwei Schülerinnen aus dem März-Kurs überreichten die Schultüten, die ihre Mitschüler gebastelt hatten – natürlich mit Mundschutz. Sie erhielten ein T-Shirt mit „Pflegeprofi“ und allerlei nützliche Materialien für den Schulstart.

Lehrerin Martina Andersson sagt: „Seit diesem Jahr gilt die neue generalistische Ausbildung: Nach 3 Jahren werden wir Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner ausgebildet haben, die überall arbeiten dürfen – in der stationären Akut- und Langzeitpflege und der ambulante Pflege. Erstmals lernen Auszubildende aus unserem Krankenhaus, also der stationären Akutpflege gemeinsam mit Auszubildenden aus stationären Pflegeeinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten den Pflegeberuf.“ Kooperationspartner sind Cursana in Billstedt, KerVita Glinde und der Prima-Pflegedienst in Wentorf.

Schulleiterin Christa Knigge-Hartig ergänzt: „Die 11-wöchigen Orientierungseinsätze im Herbst werden in der jeweiligen Einrichtung stattfinden, damit die Schüler ihren zukünftigen Arbeitsort bereits in der Praxis kennen lernen. Im St. Adolf-Stift haben wir dafür eine Ausbildungsstation eingerichtet – mit dem Vorteil, dass sie dort besonders engmaschig durch Praxisanleiter angeleitet werden. So sind sie am Ende der Ausbildung sicherer in der Praxis im Vergleich zu den vorherigen Jahrgängen, was sich auch in besseren Praxisnoten wiederspiegelt.“

Vor den neuen Auszubildenden liegen 3 Jahre mit 2100 Theorie- und 2500 Praxisstunden, bei denen sie auf ihre zukünftige Tätigkeit in der Pflege von kranken, alten und jungen Menschen ausgebildet werden. Eine praktische Prüfung, drei schriftliche und drei mündliche Prüfungen müssen bestanden werden, um die Berufsbezeichnung Pflegefrau oder Pflegefachmann tragen zu können.

Die nächste Ausbildung beginnt am 1. März 2021
Ab sofort können sich Interessierte für den Ausbildungsstart am 1. März 2021 oder 1. September 2021 in Reinbek bewerben. Knigge: „Wer einen Beruf sucht, bei dem man sich sozial engagiert, mit Menschen arbeitet und auch in einem Team, für den ist vielleicht der Pflegeberuf eine gute Chance, seine Vorlieben zusammen zu bringen.“ Außerdem bietet die Pflege auch gute Fort- und Weiterbildungsbildungs- sowie Studiermöglichkeiten. Voraussetzung für eine Bewerbung ist der Realschulabschluss oder Abitur, ein Mindestalter von 17 Jahren sowie eine körperliche Grundfitness und seelische Ausgeglichenheit. Schulleiterin Christa Knigge sagt: „Wir empfehlen allen Interessierten neben einem Praktikum in unserem Krankenhaus auch einen Schnuppertag in der Schule. Da können die Bewerber nicht nur die Räumlichkeiten, Mitschüler und Lehrer schon einmal kennen lernen, sondern viele Fragen stellen und die fröhliche Lernatmosphäre selbst erleben.“

Mehr Informationen gibt es online unter: https://www.krankenhaus-reinbek.de/fuer-bewerber/ausbildung/gesundheits-...

Kontakt

Das KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT ist ein freigemeinnütziges Akut-Krankenhaus der Regelversorgung mit expandierender Entwicklung und überregionaler Bedeutung, gelegen am Sachsenwald direkt an der östlichen Stadtgrenze von Hamburg. Es verfügt über 320 Betten in den Fachrichtungen Innere Medizin mit kardiologischem und gastroenterologischem Schwerpunkt sowie einer Stroke unit, Allgemein-, Viszeral-, Thoraxchirurgie (inklusive Leberchirurgie und plastische Chirurgie), Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie / Orthopädie, Gynäkologie / Geburtshilfe sowie Belegbetten. Ferner hält es eine interdisziplinäre Intensivstation mit 15 Betten vor.
Jährlich werden im KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT über 17.500 Patienten stationär und 22.000 ambulant behandelt. Im modernen Zentral-OP werden pro Jahr rund 8.500 Operationen mit steigender Tendenz durchgeführt. Im St. Adolf-Stift arbeiten über 800 Menschen in den unterschiedlichen Bereichen. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und einer der größten Ausbildungsbetriebe in Reinbek.

www.krankenhaus-reinbek.de