Thomas Wüstner (li., Geschäftsführer Krankenhaus), Schwester Maria Gerburgis Bahr (Schwestern von der hl. Elisabeth) und Susanne Willers (re., Vorstand Caritas Regionalverband Halle e.V.) eröffnen die Fotoaustellung „Über den Tellerrand hinaus“ im Foyer des Krankenhauses
Thomas Wüstner (li., Geschäftsführer Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara), Schwester Maria Gerburgis Bahr (Schwestern von der hl. Elisabeth) und Susanne Willers (re., Vorstand Caritas Regionalverband Halle e.V.) eröffnen die Fotoaustellung
16. August 2018
Halle I Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara

25 Jahre Elisabeth-Tisch am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara

Das Jubiläum wurde nun mit einem großen Fest im Krankenhaus gefeiert.

Der Elisabeth-Tisch am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara wird 25 Jahre alt. Seit dem Jahr 1993 gibt es das Angebot, bei dem hilfesuchende Menschen in den Räumlichkeiten auf dem Krankenhausgelände für einen geringfügigen finanziellen Beitrag eine warme Mittagsmahlzeit und darüber hinaus soziale Unterstützung und Beratung erhalten. Bis zu 50 Menschen nehmen das Angebot täglich wahr. Das Jubiläum wurde nun mit einem Grillfest für die Gäste des Elisabeth-Tisches und einer Ausstellungsöffnung im Krankenhaus begangen.
 

Die Idee des Elisabeth-Tisches geht unter anderem auf das Engagement von Schwester Maria Modesta Dudkowiak (1902 – 1993) zurück. Schwester Modesta, die „kleine Mutter Theresa von Halle“, kümmerte sich um Menschen, die von der Gesellschaft vergessen oder ausgegrenzt wurden. Sie war die letzte einer ganzen Reihe von Schwestern, die in Halle als „Stadtschwestern“ Kranke und Hilfebedürftige unentgeltlich in ihren Wohnungen besuchten und betreuten. Heute stehen die Schwestern von der heiligen Elisabeth, gemeinsam mit dem Krankenhaus, für den Elisabeth-Tisch. Schwester Maria Gerburgis Bahr, die den Elisabeth-Tisch von Seiten des Ordens seit rund fünf Jahren täglich betreut, blickt zurück: „Mein Dank geht an die Mitstreiter aus dem Kreis der Ehrenamtlichen und natürlich an das Krankenhaus, das den Elisabeth-Tisch unterstützt und so einen wesentlichen Beitrag zu unserer Arbeit leistet.“ Krankenhausgeschäftsführer Thomas Wüstner begrüßte die Gäste zum Grillfest im Klostergarten. „Allein die große Zahl von Menschen, die heute bei uns sind, ist eine liebevolle Rückmeldung an die Helfer, die das Angebot 365 Tage im Jahr ermöglichen. Unser Wahlspruch, Halt zu geben und Haltung zu zeigen, wird durch den Elisabeth-Tisch ganz konkret erfahrbar“, so Wüstner. Das Krankenhaus unterstützt unter anderem die Küche des Elisabeth-Tisches regelmäßig bei größeren Anschaffungen. Geldspenden aus der Bevölkerung sind dennoch jederzeit willkommen.
 
Susanne Willers, Vorstand des Caritas Regionalverbands Halle e.V., hebt die Bedeutung des Angebots für die Stadt hervor: „Der Elisabeth-Tisch ist auch ein niedrigschwelliger Zugang für die Menschen zu den Beratungs- und Unterstützungsangeboten der Caritas in Halle. Ich beglückwünsche alle Beteiligten am Elisabeth-Tisch zu der jahrzehntelangen Arbeit im Sinne von Schwester Maria Modesta.“
 
Im Foyer des Krankenhauses ist für die kommenden Wochen die Ausstellung „Über den Tellerrand hinaus“ mit Fotografien von Sebastian Reim zu sehen. Das Besondere: Die in Schwarz-Weiß gehaltenen Portraitbilder betonen den Menschen, nicht seine gesellschaftliche Stellung. So finden sich in der Reihe der Aufnahmen neben Gästen des Elisabeth-Tisches auch freiwillige Helfer und sogar leitende Mitarbeiter des Krankenhauses. Ein aus den Gesprächen mit den Gästen entstandener Bildband gibt Einblicke in die Beweggründe der Menschen, das Angebot wahrzunehmen. Auch enthält er Gedanken von Menschen, die den Elisabeth-Tisch begleiten und unterstützen. Der Bildband ist am Empfang des Krankenhauses erhältlich.

 

Kontakt

Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle (Saale) ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und gehört mit rund 1.300 Beschäftigten und mehr als 600 vollstationären Betten als größte Einrichtung zum katholischen Elisabeth Vinzenz Verbund. Als Haus der Schwerpunktversorgung verfügt es über 12 Kliniken der Fachgebiete Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie über ein Sozialpädiatrisches Zentrum. Das angegliederte Medizinische Versorgungszentrum sowie eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung ergänzen das breite medizinische und pflegerische Leistungsspektrum des seit 120 Jahren bestehenden Hauses für die Region.

www.krankenhaus-halle-saale.de